Corona-Krise

Tourismus in Frankfurt bricht ein

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Der jahrelang boomende Tourismus in Frankfurt kommt in der Corona-Krise fast zum Erliegen. Das zeigen Zahlen der städtischen Tourismus- und Congress-Gesellschaft für April.

Die Corona-Krise und die drastischen Reise- und Kontaktbeschränkungen haben den in den vergangenen Jahren boomenden Tourismus in Frankfurt im April beinahe zum Erliegen gebracht. Die Zahl der Übernachtungen brach nach Angaben der städtischen Tourismus- und Congress-Gesellschaft (TCF) gegenüber dem Vorjahresmonat um 90 Prozent ein, die der Übernachtungsgäste sogar um 94 Prozent. Dabei lief der Inlandsmarkt fast ebenso schlecht wie das Geschäft mit Reisenden aus dem Ausland.

Gerade einmal 31 050 Menschen übernachteten im April in den 177 Beherbergungsbetrieben, die trotz der Krise geöffnet waren. Die anderen 128 blieben geschlossen. Schon im März hatte die Krise den Tourismus in Frankfurt stark getroffen. Die Hoteliers verkauften zwei Drittel weniger Übernachtungen als im Vorjahresmonat, so wenige wie zuletzt im März 1998.

Extreme Umsatzausfälle

TCF-Geschäftsführer Thomas Feda beziffert den Umsatzausfall für die touristischen Betriebe in Frankfurt allein für März und April auf etwa 650 Millionen Euro. „Diese Zahlen machen die riesigen Dimensionen des Shutdowns deutlich, den die Pandemie mit sich gebracht hat“, sagte der Tourismuschef in der jüngsten Sitzung des Frankfurter Wirtschaftsstabs.

Noch das vergangene Jahr hatte Frankfurt mit dem zehnten Tourismusrekord hintereinander abgeschlossen – die Beherbergungsbetriebe verkauften 10,78 Millionen Übernachtungen.

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