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Bewaffnete Polizeikräfte sichern den tatort weiträumig ab. Foto: Boris Roessler/dpa
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Bewaffnete Polizeikräfte sichern den tatort weiträumig ab.

Kriminalität

Tödlicher Polizeieinsatz in Frankfurt – Mutmaßlicher Angreifer erschossen

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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In Frankfurt-Griesheim wird ein 41-Jähriger von der Polizei erschossen. Auch ein Beamter wird verletzt. Der Bahnverkehr ist über Stunden gesperrt.

Bei einem Polizeieinsatz in Frankfurt-Griesheim ist am Dienstag ein Mann ums Leben gekommen. Eine alarmierte Streife soll den 41-Jährigen erschossen haben, sagte eine Polizeisprecherin vor Ort. Ein Beamter sei bei dem Einsatz verletzt worden.

Die Polizei war gegen 11.15 Uhr von Nachbarn in die Erzbergerstraße gerufen worden. Im Mehrfamilienhaus mit der Hausnummer 22 gebe es „eine mögliche Gefahrenlage“. Die alarmierte Streife soll dort einen Wohnungsinhaber mit Messer und Schusswaffe angetroffen haben. Dann sollen laut Augen- und Ohrenzeugen mehrere Schüsse gefallen sein. Weitere Informationen gab es zunächst nicht.

Noch Stunden später ist die Lage vor Ort unübersichtlich. Der Tatort liegt direkt an den Bahngleisen. Da es sich um einen „relevanten Streckenabschnitt“ handelt, hat die Polizei den Zugverkehr gesperrt. Dementsprechend viel Trubel herrscht am frühen Nachmittag am Griesheimer Bahnhof, der sich etwa 300 Meter Luftlinie von der Erzbergerstraße 20 entfernt befindet. Menschen informieren per Handy andere, dass sie sich wohl verspäten werden. Die Waldschulstraße, die über die Bahngleise führt, ist gesperrt. Am Bahnhof selbst stehen mit Gewehren bewaffnete Polizisten, in den Seitenstraße sind Polizeiwagen postiert.

Polizeieinsatz in Frankfurt: Unübersichtliche Lage

Die Polizei hat unweit des Tatorts eine mobile Pressestelle eingerichtet. Doch selbst um 14.40 Uhr, rund dreieinhalb Stunden nach dem Notruf, lautet deren Auskunft: „Wir wissen noch nichts Genaues.“ Die Erzbergerstraße ist nach wie vor abgesperrt. Doch immer wieder verlassen jetzt bewaffnete und teils vermummte Polizeikräfte den Bereich. Der Einsatz ist offenbar beendet. Um 15 Uhr darf die erste S-Bahn wieder Richtung Ober-Roden fahren.

Gesicherte Informationen gibt es immer noch nicht, doch die Presseleute dürfen jetzt unmittelbar vor dem Eckhaus warten. Im Innenhof des Hauses arbeitet die Spurensicherung unter einem eigens aufgestellten Pavillon. Im Hof steht auch ein abgedeckter Kinderwagen. „Mit einem Kinderwagen hat das nichts zu tun“, versichert eine Polizeisprecherin den rätselnden Journalisten. Der Tatort soll sich im Gebäude befunden haben.

Großeinsatz der Polizei in Frankfurt.

An der Bushaltestelle steht seit Stunden ein Bus der Linie 59. Der Fahrer hatte dort offenbar eine Pause gemacht und kam dann nicht mehr los. Jetzt präsentiert er zwei Polizeikräften ein Video, das er mit seinem Handy gefilmt hat. Viel zu sehen ist nicht.

Polizeieinsatz in Frankfurt: Mutmaßlicher Angreifer wird erschossen

Um 15.15 Uhr, vier Stunden nach dem abgesetzten Notruf, gibt es die ersten gesicherten Erkenntnisse von der Pressestelle. Ein 41-Jähriger, der mutmaßliche Angreifer, sei bei dem Polizeieinsatz erschossen worden. Spezialeinsatzkräfte des SEK Kassel hätten den Mann leblos aufgefunden. Weitere Angaben macht die Frankfurter Polizei nicht und verweist an das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden. Denn sobald bei einem Polizeieinsatz eine Person tödlich verletzt wird, übernimmt das LKA die Ermittlungen und auch die Pressehoheit.

Doch in Wiesbaden heißt es am Nachmittag lediglich, das LKA habe die Situation noch nicht bewertet. Eine Sprecherin der Behörde gibt nur an, bei dem Getöteten handele es sich um den Wohnungsinhaber. Weitere Auskünfte werde es erst am Mittwoch geben.

Dann wird sich vielleicht auch klären, wann genau die Polizei eintraf, wann die Schüsse fielen, wann das SEK vor Ort war und warum der Bahnverkehr erst um 15 Uhr wieder freigegeben wurde. (Oliver Teutsch)

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