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Nach dem Toben gibt es Stockbrot am Lagerfeuer.

Seckbach

Toben am Kräuterbeet

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Das Projekt Gela-Garten hat nun auch Nestschaukel und Spielturm zu bieten. Das bringt den jüngeren Besuchern Spaß in der Nebensaison.

Die Vorfreude der Kinder ist groß und manche können es kaum erwarten, bis der Spielturm mit Rutsche und die Nestschaukel endlich frei gegeben werden. „Dann haben wir Spaß“, sagt Elias (8). Auch Zakina (9) und Benjamin (8) sind schon ungeduldig. Im Gela-Garten waren die drei bereits im Sommer aktiv. Sie haben Hochbeete bepflanzt, Tische, Bänke und einen Geräte-Container bunt bemalt. Und weil die Gartenarbeit gerade ruht, freuen sie sich um so mehr über die neuen Spielgeräte.

Das Grundstück des Gela-Gartens war ehemals ein Parkplatz. Direkt gegenüber steht die Unterkunft des Evangelischen Vereins für Wohnraumhilfe, in der in Wohnungsnot geratene Menschen und Geflüchtete leben. In der nach Osten führenden Gelastraße stehen schmucke Einfamilienhäuser mit Garten. Die Idee eines interkulturellen Projektes entstand vergangenes Jahr im Herbst. „Wir haben dann Stiftungsgelder bekommen und uns mit Bewohnern und Ehrenamtlichen zusammen gesetzt und geplant“, erzählt Stefanie Horn, Ehrenamtskoordinatorin vom Verein für Wohnraumhilfe.

Hier können sich Bewohner der Unterkunft, Anwohner und andere Seckbacher treffen. „Wir finden das Projekt großartig“, sagen etwa Rita und Siegfried Wischnewski, die im Sommer schon öfter vorbeigeschaut haben. Auch Familie Knapp aus der Gelastraße ist mit ihren Kindern da. „Der Spielplatz ist super“, sagt Johannes Knapp, ein wertvoller Beitrag zum interkulturellen Verständnis.

Finanzierung über Spenden

Das sehen auch die Quartiersmanagerin Jale Atmaca und Thilo Speer, der Leiter von KIDS-Seckbach so. Beide stehen in engem Kontakt zum Gela-Garten-Team und nutzen die Fläche für gemeinsame Projekte.

Während die Kinder am Lagerfeuer ihr Stockbrot backen, bereiten sich Jan, Marley, Philipp, Anne und Nelly vom Verein Playground auf ihre Feuershow vor. Ein Vorgeschmack, sie bieten ab Anfang Dezember für die Kinder und Jugendlichen (11-25 Jahre) einen neunmonatigen Jonglage-Kurs an.

Das Projekt Gela-Garten finanziert sich ausschließlich über Spenden. Die Spielgeräte hat die Deutsche Postcode-Lotterie ermöglicht. „Ich hätte mir noch eine Wippe gewünscht“ räumt Elias trotz seiner großen Freude ein. Stefanie Horn schaut verständnisvoll aber bedauernd zu dem Achtjährigen. „Das Geld ist bis auf den letzten Cent aufgebraucht.“

Das Saatgut für die nächste Pflanzsaison müssen die Gärtner selbst kaufen. Und das Gelände ist noch nicht vollständig „erschlossen“.

Zwar gibt es schon eine große Rasenfläche und drei vom Mainäppelhaus Lohrberg gespendete Apfelbäume, aber auf einem Teil der Fläche liegen noch die Knochensteine des ehemaligen Parkplatzes. „Die zu entfernen ist echt mühsam“, sagt Stefanie Horn und wird wieder von einem der Kinder in Beschlag genommen.

Kontakt: Stefanie Horn, Ev. Verein für Wohnraumhilfe, Tel. 408 95 81 18 oder Mail: stephanie.horn@evvwh.de

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