Neueröffnung

Titus-Thermen sind wieder offen

Seit dem Wochenende haben die Titus-Thermen wieder geöffnet. Insgesamt 500 000 Euro wurde in eine neue römische Saunalandschaft investiert.

Seit diesem Wochenende haben die Titus-Thermen wieder geöffnet. Und das in neuem Glanz. Statt in altbackenem und ungemütlichem Ambiente kann jetzt in idyllischen Landschaften Corona-sicher sauniert und entspannt werden. Sars-Cov-2 hat selten gute Seiten. In den Titus-Thermen hat das Virus indirekt zur zeitgemäßen Eleganz beigetragen.

500 000 Euro wurden investiert, um eine römische Saunalandschaft zu schaffen. Bevor die ersten Gäste bei bis zu 100 Grad Celsius schwitzen durften, haben sich der Geschäftsführer der Frankfurter Bäder, Boris Zielinski, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Sportdezernent Markus Frank (CDU), und der Leiter der Betriebsleiter, Michael Benner, gemeinsam mit Mitarbeitern und der Immobilienbesitzerin Baraket Buchmann ein Bild des völlig veränderten Ambientes gemacht. „Wunderbar, sehr, sehr schön“ lobt Buchmann die Umbauarbeiten.

Was einst bieder und farblos war, beginnt schon unten an der Bar einladend. In hellem Orange leuchtet das Regal hinter der Theke, eine knallrote Kaffeemaschine und schwarze Hängelampen, die innen gold-orange leuchten, versetzen in Urlaubsstimmung. Zwischen der langen Wendeltreppe klettert eine riesige Pflanze empor, ein weißes Tuch schwebt an der Rückseite – ein ästhetisches Zitat aus der Mailänder Scala. „Titus hat uns inspiriert, ein großes Stück Italien in die Titus-Therme zu holen“, so Michael Benner, der hier seit einem Jahr Betriebsleiter ist.

Mit Wellness hat er Erfahrung. Als Gründer und Geschäftsführer der Spa Group Europe hat er 15 Jahre lang Konzepte für Luxushotels entworfen. Auf jedes Detail wurde in der Titus-Therme geachtet. Sanfte Farben und Bilder von Berglandschaften an der Wand lassen träumen – auf gemütlichen Liegen am Beckenrand, in der Cimono-Lounge mit rundem künstlichen Kamin, der täuschend echt wirkende Flammen wirft und dampft.

Im Giardino-Bereich locken Pflanzen an Wänden und auf Emporen. Wer völlige Ruhe möchte, findet sie. Wer Geselligkeit sucht, findet auch sie. Erd- und Grüntöne herrschen ebenso vor, wie Elfenbeinfarbe. Sanftes Licht und Musik sorgen für zusätzliche Stimmung.

Auch auf dem Dach wurde die große Sauna komplett neu eingerichtet. Mit Birkenholz aus dem Saarland, das bei 95 Grad Celsius duftet und einen Hauch Eukalyptus erahnen lässt. Lichtsensoren tauchen das Haus abwechselnd in Lila und Blau. Dafür zeichnet Reinhard Gerbig von der Firma Two Sense verantwortlich. „Alle acht Zonen, die jetzt in den Titus-Thermen eingerichtet wurden, können unabhängig voneinander beleuchtet und beschallt werden“, sagt er. „Für Events ist per Tablet alles denkbar: von verschiedenen Italien-Szenerien bis zu Highway to Hell.“ Alles sei zentralgesteuert. Die große Terrasse, auf der jetzt Wein, Äpfel, Kiefern, Kräuter und Bambus wachsen lockt mit bequemen Liegen, Lounges und Sitzecken.

Bella Italia findet sich in vielen Details. In Schwarz-Weiß-Mosaiken an der Wand neben der Bar, in Farben wie in der Toskana, in leuchtenden Kunstwerken auf der Dachterrasse. „Es ist ein Ort zum Wohlfühlen.“, sagt Benner.

Abstand halten bei 70 Grad

Wegen Corona sei alles etwas anders als früher. „Die Hygienevorschriften müssen eingehalten werden. Im Moment ist keine Sauna kühler als 70 Grad Celsius. Wir heizen sie auch vor. Außerdem müssen Abstände eingehalten werden.“ Auch mit dem Wedeln bei Aufgüssen warten die Betreiber noch ab, obwohl es eigentlich erlaubt ist. „Die Entscheidung treffen wir nächste Woche“, sagt Benner. „In die unteren Kabinen können nicht mehr als zwei bis acht Personen. Vor Corona durften sich dort noch 16 bis 30 Leute aufhalten.

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