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Tigerpalastchefin Margareta Dillinger (links) in ihrem Element: Sie schaut den Artisten beim Trainieren zu.
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Tigerpalastchefin Margareta Dillinger (links) in ihrem Element: Sie schaut den Artisten beim Trainieren zu.

Varieté

Tigerpalast bricht aktuelle Spielzeit ab

Varieté-Theater leidet unter der Pandemie, will aber am 15. September wieder öffnen.

Es hatte alles so gut angefangen im Tigerpalast, dem Varieté-Theater an der Heiligkreuzgasse. Aber: „Wir beenden nach sehr gutem Start die aktuelle Spielzeit.“ Das verkündete nun Robert Mangold, Geschäftsführer der Tigerpalast-Gastronomie.

Zwar war das renommierte Theater wegen der Corona-Pandemie mit 30 Prozent weniger Plätzen, also mit 132, in seine 33. Saison gestartet. Trotzdem: Die Monate November und Dezember seien sehr gut gewesen. „Der Vorlauf unseres Vorverkaufssystems findet bereits Monate vorher statt. Wir hatten bis zu 90 Prozent Auslastung.“ Bis zum 2. Dezember, als die 2-G-Regel in Kraft trat und der Vorverkauf zusammengebrochen sei. „Wir hatten trotzdem immer noch Hoffnung, dass sich die Situation normalisiert. Aber das war nicht der Fall.“

Deshalb fällt am 23. Januar nun der letzte Vorhang. „Wir können nicht vor zu wenig Zuschauern spielen“, klagt Mangold. „Und wir können in Zeiten wie diesen, nicht einen Tag lang eine rote Zahl gebrauchen.“ Die Spielzeit ist dann zwar beendet, aber das bedeute nicht das Aus für den Tigerpalast. Am 15 September soll es wieder losgehen.

Der „Tigerpalast“, laut Mangold das einzige nicht subventionierte Theater in Frankfurt, hätte die kommenden Monate scharf durchkalkulieren müssen. „Die Saison hätte bis April gedauert. So aber mussten wir schnell reagieren und haben die Reißleine gezogen.“ Möglich sei das, „weil wir staatliche Hilfen erhalten, aber auch wegen unseres Hauseigentümers, der uns noch mal unterstützt. Er hat ein großes Herz“.

Aber die Hilfen vom Staat würden immer weiter abgeschwächt. „Das ist vollkommen unverständlich. Dass sie uns unter noch schwierigeren Bedingungen die Unterstützung noch weiter kürzen, das ist nicht in Ordnung“, ärgert sich Mangold. „Wir bekommen von unserem Vermieter mehr Hilfe.“

Auch die Künstler:innen und Artist:innen litten und ebenfalls spiele Covid-19 eine Rolle, erzählt Mangold. Denn wegen Corona-Fällen bei den Künstler:innen galt es, nach Weihnachten eine neue Show zusammenzustellen. Aber wie gut, dass das Theater bestens vernetzt ist und Artist:innen aus ganz Europa nach Frankfurt reisten, um den Tigerpalast zu unterstützen. Denn sie wissen, was sie an ihm haben.

Aber auch die Künstler:innen, die vorher an der Schau beteiligt waren, würden nicht fallengelassen. „Wir kümmern uns um sie. Sie sind zum Teil noch hier, weil sie für länger geplant hatten.“ Wie im Jahr zuvor „wohnen sie selbstverständlich kostenfrei bei uns und erhalten die Möglichkeiten, zu trainieren“.

Schon im vergangenen Jahr scheiterten die Pläne der Tigerpalast-Macher Mangold, Margareta Dillinger und Johnny Klinke. Sie wollten ihre Show im Palmengarten-Gesellschaftshaus über die Bühne gehen lassen. Doch die Pandemie verhinderte das. Nun auch noch der vorzeitige Saisonabbruch. Aber Aufgeben sei keine Option. „Die Marke Tigerpalast funktioniert hervorragend.“

Mangold hat bereits mit der Planung für die Spielzeit 2022/2023 angefangen. Denn: „Die Hälfte der Artisten der Show, die jetzt im Programm waren, haben uns versprochen, dass sie dabei sein werden. Das freut uns sehr, denn sie sind absolute Superstars unserer Branche“, sagt Mangold.

Keine Option sei es, das Restaurant im Tigerpalast geöffnet zu halten. Es hatte, weil es geschlossen blieb, seinen Stern verloren. „Das wäre zu riskant. Auch bei der Gastronomie pausieren wir bis September“, sagt Mangold und macht seinem Ärger Luft. Die Regierung müsse endlich lernen, „vorausschauend auch der Wirtschaft Planungssicherheit zu geben“.

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