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Besichtigung der neuen Räume des Tibethauses in der Georg-Voigt-Straße 4. v.l.: Pujntsok TSERING, Kelsang Gyaltsen, Uwe Becker, Markus Frank, Nargess Eskandari-Grünberg, Elke Hessel, Frank Junker.
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Besichtigung der neuen Räume des Tibethauses in der Georg-Voigt-Straße 4. v.l.: Pujntsok TSERING, Kelsang Gyaltsen, Uwe Becker, Markus Frank, Nargess Eskandari-Grünberg, Elke Hessel, Frank Junker.

Bockenheim

Tibethaus braucht mehr Platz

  • Nadine Benedix
    VonNadine Benedix
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Themen wie Stressbewältigung und Achtsamkeit sind derzeit gefragt. Das gesteigerte Interesse macht ein Umzug des Tibethauses in größere Räume notwendig.

Meditation, Achtsamkeit, Heilkunde: Immer mehr Frankfurter interessieren sich für die Angebote des Tibethauses. Das Kultur- und Studienzentrum für tibetanischen Buddhismus hat inzwischen fast doppelt so viele Mitglieder wie noch bei seiner Eröffnung vor zehn Jahren.

„Derzeit haben wir rund 400 Mitglieder“, sagt Puntsok Tsering, Leiter des Tibethauses. Die Liegenschaft des Kulturzentrums am Ende der Leipziger Straße sei zu klein geworden, so Tsering. Anfang des Monats zog das Tibethaus daher in größere Räume um. Neuer Standort ist ein ehemaliges Professorenhaus in der Georg-Voigt-Straße 4, ebenfalls in Bockenheim.

Während das alte Gebäude lediglich 230 Quadratmeter Nutzfläche umfasste, könne man in der neuen Liegenschaft auf rund 600 Quadratmeter zurückgreifen. Finanziert wurde der rund drei Millionen teure Umzug aus privaten Spenden und Vereinsmitteln. „Wir haben immer mehr Zulauf bei unseren Veranstaltungen – ein größerer Standort war einfach notwendig geworden“, sagt Tsering.

Buddhismus gibt nicht nur religiöse Antworten

Man brauche den Platz besonders für die vielen Schulklassen aus ganz Hessen, die nahezu täglich das Tibethaus besuchten, um mehr über tibetanischen Buddhismus und Kultur zu lernen. Auch die Kurse und Seminare für Erwachsene seien im alten Haus überbelegt gewesen. „Ich habe den Eindruck, dass in unserer schnelllebigen Zeit viele Menschen an buddhistischer Kultur interessiert sind“, erklärt Tsering. „In unseren Seminaren geht es viel um Achtsamkeit und Stressbewältigung.“ Dazu gäbe der Buddhismus eben nicht nur religiöse Antworten, sondern auch philosophische und wissenschaftliche Denkanstöße.

Das nächste Großereignis im Haus sei der Besuch des Dalai Lama, Oberhaupt der Tibeter und Schirmherr des Frankfurter Tibethauses. Er wird vom 12. bis 14. September Frankfurt besuchen, die neuen Räume des Tibethauses einweihen und dort Vorträge zu moralischen und ethischen Fragen halten. „Wir erwarten in den drei Tagen des Dalai Lama-Besuchs mehrere tausend Besucher“, schätzt Tsering.

Die zu klein gewordene Liegenschaft des Tibethauses wurde indes an einen privaten Investor verkauft, teilt Kolja Müller vom Planungsdezernat der Stadt Frankfurt mit. Geplant ist, das historische Bauernhaus zwischen Friesengasse und Kaufungerstraße in ein Wohnhaus umzuwandeln.

Dalai Lama im September in Frankfurt

Der vom Tibethaus errichtete Anbau des Hauses soll abgerissen werden und an dessen Stelle moderne Wohnungen mit Tiefgaragenplätzen entstehen. Ob es sich um Eigentums – oder Mietwohnungen handeln wird, sei noch nicht klar. Wer für den Bau des Wohnhauses verantwortlich ist, dürfe der Presse nicht mitgeteilt werden, erklärt das Liegenschaftsamt auf Anfrage der FR.

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