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Thorsten Lieb will die Frankfurter FDP weiter anführen

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Von: Georg Leppert

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Thorsten Lieb ist Vorsitzender der Frankfurter FDP.
Thorsten Lieb ist Vorsitzender der Frankfurter FDP. © Monika Müller

Die Partei lädt zur Mitgliederversammlung nach Zeilsheim ein. Dabei wird es auch um die Frage der OB-Kandidatur gehen.

Geht es nach Thorsten Lieb, dann stehen am Samstagabend drei Ergebnisse fest. Erstens: Der 49 Jahre alte Rechtsanwalt, der seit September vorigen Jahres im Bundestag sitzt, bleibt Vorsitzender der FDP. Zweitens: Die Partei stellt für die OB-Wahl am 5. März eine Kandidatin oder einen Kandidaten auf. Drittens: aber nicht ihn. Zumindest über die ersten beiden Fragen wird die Partei bei ihrer Mitgliedeversammlung am Samstag in der Stadthalle Zeilsheim entscheiden.

Liebs erster Wunsch dürfte in Erfüllung gehen. Vermutlich bleibt er bei der Wahl zum Vorsitzenden einziger Kandidat. Die Basis ist mit Lieb zufrieden, das Kommunalwahlergebnis im März 2021 war in Ordnung, und die dann folgenden Unstimmigkeiten, als die FDP den Koalitionsvertrag zunächst ablehnte, hat der Jurist souverän moderiert. Am Ende führte er seine Partei in die Stadtregierung. Die meisten FDP-Mitglieder sind mit dieser Entwicklung einverstanden.

Fest steht auch, dass Ordnungsdezernentin Annette Rinn als Stellvertreterin ausscheidet. Auf sie könnte Beisitzer Wolfgang Weyand folgen. Die Stellvertreter:innen Sebastian Papke und Stephanie Wüst wollen ihre Jobs behalten, Frank Maiwald dürfte als Schatzmeister gesetzt sein.

Frankfurter FDP: OB-Kandidatur offen

Mehr Spannung verspricht die Frage, ob sich die FDP an der Wahl ums Stadtoberhaupt beteiligt. Lieb ist dafür. „Wir sollten immer ein Angebot machen“, sagt der Vorsitzende. Allerdings hat die FDP seit der Bundestagswahl mehrere Abstimmungen recht deutlich verloren. Die Chancen, die OB-Wahl zu gewinnen, wären faktisch nicht vorhanden – stattdessen könnte die Partei von den Wähler:innen bescheinigt bekommen, dass sie nicht mehr bei den 7,6 Prozent steht, die sie bei der Kommunalwahl geholt hatte. Lieb hat diese Bedenken nicht. „Wir würden selbstbewusst in den Wahlkampf gehen.“

Er selbst wäre dann aber nicht der Kandidat der FDP, schließlich wolle er sich auf sein Bundestagsmandat konzentrieren. Auf eine Bewerbung festlegen würde sich die Partei am 7. Dezember.

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