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Thomas Schmidt (r.) und sein Team werben für die Kerb in Kalbach.

Kalbach

Kerbeverein für Kalbach

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Die Kerbeburschen gründen einen Verein. Der denkt sich gleich ein neues Konzept für die Kerb aus, die in diesem Jahr vom 20. bis 22. August dauert.

Die Kalbacher Kerb hat eine lange Tradition. Das Kirchweihfest, wie der Brauch ursprünglich heißt, wurde im Stadtteil bereits als Saal- und Zeltkerb gefeiert. „Es gab hier mal zwei Kerbegesellschaften“, sagt Altkerbebursche Patrick Reischmann. Der örtliche Kleintierzuchtverein richtete das Fest aus. Auch der Fußball-Club trug Verantwortung. Nachdem es einige Jahre gar keine Kerb gegeben hatte, stemmte in den vergangenen drei Jahren Metzger Alexander Kaiser die Feier rund um den Parkplatz am Kalbacher Stadtpfad.

Nun nimmt sich ein neuer Verein der Sache an: der Kerbeverein Kalbach. Alt- und Neukerbeburschen gründeten ihn Anfang des Jahres. „Es muss einen Verein geben, um die Kerb nachhaltig zu garantieren“, sagt Reischmann. Der 43-Jährige gehört dem siebenköpfigen Vorstand an.

Der Verein hat sich ein neues Konzept für die Kerb ausgedacht, die in diesem Jahr vom 20. bis 22. August dauert. Bislang präsentierten sich die Schausteller auf dem Parkplatz am Kalbacher Stadtpfad, wohingegen das Festzelt auf der angrenzenden Wiese platziert war. Nun wird sich das Geschehen komplett auf den Parkplatz verlagern. „Die Besucher sollen aus dem Zelt auf die Schausteller blicken können“, sagt Reischmann.

Los geht es am Samstag, 20. August, mit dem Aufstellen des Kerbebaums. Der Apfelweinanstich ist für 15 Uhr geplant. Abends gibt es Live-Musik. Der Sonntag steht im Zeichen der Familie. Während einer Spieleolympiade sollen Kalbacher Vereine und Gruppierungen gegeneinander antreten. Der Montag startet mit einem Frühschoppen mit klassischer Blasmusik. „Das wurde im Ort lange gefordert“, sagt Reischmann, der sich auch ein Feuerwerk und einen Gottesdienst im Festzelt wünscht.

Dorfgemeinschaft stärken

Der Verein will aber nicht nur die Kerb stemmen, sondern auch sonst in Kalbach präsent sein. „Wir wollen die Dorfgemeinschaft stärken.“ So seien gemeinsame Ausflüge vorgesehen, etwa Kelterei-Besichtigungen oder Fahrten mit dem Ebbelwei-Express. 24 Euro kostet eine Jahresmitgliedschaft, Familien zahlen 48 Euro.

Auf dem Riedberger Weihnachtsmarkt im Dezember haben die Kalbacher Kerbeburschen bereits ihre wiederbelebte Tradition beworben. Kürzlich verteilten sie Flugblätter im Stadtteil. „Die Leute haben gemerkt: Die tun etwas für das örtliche Leben“, sagt Reischmann und spricht von einer Herzensangelegenheit. „Wir sind nicht nur Trunkenbolde.“

Morgen stellt der Verein sein Programm in der Kalbacher Turnhalle vor. „Mein Ziel sind 100 Mitglieder bis Sonntagabend“, sagt der zweite Vorsitzende Thomas Schmidt. „Wir brauchen die Unterstützung aus dem Ort.“

Der Kerbeverein Kalbach präsentiert sich am morgigen Sonntag ab 15 Uhr in der alten Turnhalle, Grubweg 6.

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