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Auch Kostüme und Requisiten sind beim Theaterprojekt wichtig.

Theater

Die eigene Stimme finden

Werkschau des Schüler-Theaterprojekts „All our Futures“ im Schauspiel.

Mimoza sitzt im Schauspiel Frankfurt am Boden des Foyers. Ihren Kopf hat die 15 -Jährige in die Hände gestützt. Im Off ist Asimas Stimme zu hören. „Ich kann nicht mehr. Die Vergangenheit holt mich immer wieder ein“. Im Rahmen des Theaterprojektes „All our futures“ führten die beiden Schülerinnen der achten Klasse der Walter-Kolb-Schule am gestrigen Mittwoch ihr selbstgeschriebenes Stück vor.

Rund 180 Schülerinnen und Schüler nehmen an dem dreijährigen Projekt des Schauspiels teil. „Für uns ist interessant, was nach drei Jahren in Arbeit mit Jugendlichen passiert. Da sie ständig neue Prozesse durchlaufen“, sagt Martina Dorste. Zusammen mit Alexander Leiffheidt gehört sie zur künstlerischen Leitung. Man habe somit bewusst das Projekt für drei Jahre angelegt. Drei mal im Jahr präsentieren die Schülerinnen und Schüler den Stand ihrer bisherigen Arbeit bei den sogenanten Try outs. In dem Projekt sollen Schüler und Zuschauer den Prozess eines Stückes miterleben „Daher der Name try out, sich ausprobieren“, sagt Alexander Leiffheidt.

Neun Künstlerinnen sind für jeweils eine Schulklasse verantwortlich. Die einzelnen Gruppen sind in Teams nach West, Nord und Ost unterteilt. So sind in einem Team jeweils drei Künstler und drei Schülergruppen. Nach jedem Try out wechseln die Künstler, sodass die Schüler die Möglichkeit haben verschiedene Künste auszuprobieren. Das Oberthema in diesem Jahr ist das Reisen. Jede Schule hat dabei noch ihr eigenes Thema.

Britta Schönbrunn, ist im Team West leitende Künstlerin für Tanz und Bewegung. Zusammen mit der achten Klasse der Walter-Kolb-Schule hat sich die Künstlerin für das Thema Spuren entschieden. „Ich bin mit den Schülern mit der S-Bahn gereist und habe mit post-its Spuren hinterlassen.“

Die Gruppe von Schönbrunn zeigte auf einer Leinwand Fotografien von Miniaturfiguren.. Im Vordergrund führten die Schüler ihre Stücke aufund spielten auch mit ihren eigenen Schatten in den projezierten Fotos. „Ich finde es gut, dass wir zu nichts gezwungen werden“, sagt Asima. Auch in ihrer Darbietung haben Mimosza und Asima eigene Bilder eingefügt.

Einmal in der Woche arbeiten die Schülergruppen mit ihren Künstlern während der Regelunterichtszeit an ihren Ideen. Drei mal im Jahr treffen sich dann auch die Teams untereinander. So sollen sich die Teilnehemer der verschiedenen Schulen untereinander kennen lernen

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