Kultur

Theaterallianz protestiert

  • Meike Kolodziejczyk
    vonMeike Kolodziejczyk
    schließen

Der Zusammenschluss von mehr als 20 Frankfurter Bühnen fordert, dass Theater wieder öffnen dürfen - und eine Debatte über den Stellenwert von Kunst und Kultur.

Die Frankfurter Theaterallianz protestiert in einem offenen Brief gegen die bundesweite Schließung von Kultureinrichtungen bis Ende November. „Natürlich ist das drastische Ansteigen der Corona-Infektionen besorgniserregend“, heißt es in dem Schreiben vom gestrigen Donnerstag. Maßnahmen, um das Virus einzudämmen, seien notwendig, doch müssten diese „ausgewogen und wissenschaftlich begründet sein“. Die „undifferenzierte Entscheidung“, sämtliche Kulturstätten wie Theater, Konzerthäuser und Museen zu schließen, „trifft erneut einen Lebensnerv unserer Gesellschaft“. Kultur sei wichtig für das „soziale und politische Klima sowie die Entwicklung einer Stadt oder eines Landes“.

Die allermeisten Theater- und Konzerthäuser hätten ausgeklügelte Hygienekonzepte vorgelegt und ihre Gebäude –teilweise finanziert von Land und Bund – zusätzlich so ausgestattet, dass Infektionen vermieden werden könnten, betont die Theaterallianz, der mehr als 20 Frankfurter Bühnen, darunter das Schauspiel und die Oper, angehören. In dem Brief fordern sie daher die Wiederöffnung mit den entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln, einen „Veranstaltungssonderzuschuss“, um die jeweiligen Mindereinnahmen zu kompensieren, sowie ein „Grundeinkommen oder Unternehmerlohn“ von mindestens 1500 Euro pro Monat für freie Kulturschaffende, die wegen der Krise keine Arbeit bekämen. Darüber hinaus mahnt die Theaterallianz eine Debatte an „über den gesellschaftspolitischen Stellenwert von Kunst und Kultur“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare