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27 Theater in Frankfurt fordern Soforthilfeprogramm

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Allianz aus Frankfurter Theatern fordert 1200 Euro monatlich für alle Betroffenen. Sie planen ein Konzept, um für den Sommer angesetzte Open Air-Veranstaltungen zu retten.

In einem gemeinsamen Aufruf haben die Vertreter von 27 Theatern in Frankfurt auf ihre verzweifelte Situation als Folge der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. Bis in den Herbst hinein drohe der Spielbetrieb weiter stillzustehen. Bei Hunderten von Mitgliedern der freien Theaterensembles gehe es um die Existenz. Der Appell wird auch von den Städtischen Bühnen mitgetragen, also von Oper und Schauspiel. Auch sie gehören der Frankfurter Theaterallianz an, die hinter dem Aufruf steht.

Seit dem 15. März sind die Theater geschlossen. Jetzt kam es zu einem Treffen der Theaterrepräsentanten mit Vertretern des städtischen Kulturamtes. Dabei machten die Theaterleute deutlich, dass die Unterstützung aus dem von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) ins Leben gerufenen Notfallfonds zwar löblich sei, aber bei weitem nicht ausreiche. Sie forderten stattdessen ein Soforthilfeprogramm, das mit Geld des Bundes und des Landes ausgestattet werden müsse. Aus diesem Topf solle für alle Betroffenen ein monatliches Existenzminimum von 1200 Euro finanziert werden.

Die Theaterleute wollen jetzt ein Konzept entwickeln, um die vielen im Sommer eigentlich anstehenden Open-Air-Veranstaltungen doch noch zu retten. Dabei müssten Standards entwickelt werden, mit denen auf die Hygieneanforderungen der Corona-Pandemie reagiert werden könne. Zu den Open-Air-Formaten, die nicht stattfinden können, zählen die Kammeroper im Palmengarten, der Stoffel im Günthersburgpark, Barock am Main, die Sommerwerft am Main.

Eine Arbeitsgruppe möchte jetzt ein Konzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Herbst entwickeln, das der Landesregierung und dem Frankfurter Magistrat vorgelegt werden soll. „Die Theater müssen wieder öffnen“, so lautet der eindringliche Appell der Betroffenen. Vielen Beschäftigten der Theater bleibe schon jetzt nur der Ausweg, Grundsicherung zu beantragen.

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