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In Frankfurt: Fahrpreise sind absurd teuer

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Von: Georg Leppert

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3,40 Euro für ein paar Stationen mit der Bahn? So wird es schwierig mit der Verkehrswende in Frankfurt. Ein Kommentar.

Frankfurt - Die Prioritäten, die die Frankfurter Stadtregierung um Verkehrsdezernent Stefan Majer und seine für das Soziale zuständige Kollegin Elke Voitl gesetzt hat, sind schon richtig. Haushalte mit geringem Einkommen brauchen deutlich mehr Unterstützung als der Mittelstand. Insofern sind die Angebote für die Inhaberinnen und Inhaber des Frankfurt-Passes wichtig.

Das Problem ist nur: Die Konsequenz der umgeschichteten Subventionen ist der absurd hohe Preis für Einzelfahrkarten. Wer in Frankfurt mehr als zwei Kilometer Bus oder Bahn fährt, soll dafür 3,40 Euro bezahlen. Drei Euro und vierzig Cent für ein paar Stationen. Alleine dieser Betrag ist ein Problem für eine Stadtregierung, die die Verkehrswende schnell schaffen will und muss.

Wird ab jetzt teurer: Bahnfahren in Frankfurt.
Wird ab jetzt teurer: Bahnfahren in Frankfurt. © dpa/(Symbolbild)

Fahrpreise in Frankfurt: Menschen wünschen sich attraktive Alternativen zum Auto

Viele Menschen sind zum Klimaschutz bereit. Sie wünschen sich aber attraktive Alternativen zum Auto. Wer kurz in die City fahren möchte, wird zumindest nicht wegen der Ticketpreise auf die Bahn umsteigen. Und die Sparangebote? Sind attraktiv, machen aber den unübersichtlichen RMV-Tarifdschungel noch dichter.

Insofern wäre die Stadtregierung gut beraten gewesen, auch an den Subventionen für Einzelfahrkarten festzuhalten – zumindest bis im April das 49-Euro-Ticket ohnehin vieles ändert in der Finanzierung des Nahverkehrs. Dass für den Klimaschutz genug Geld da ist, hat die Koalition unlängst mit ihrem 245 Millionen Euro schweren Paket bewiesen. (Georg Leppert)

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