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s ist der erste Stadionbesuch für die sechssjährige Nele mit ihrem Vater Mike Wallitzer.
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s ist der erste Stadionbesuch für die sechssjährige Nele mit ihrem Vater Mike Wallitzer.

Frankfurt

Testspiel der Eintracht vor 10 000 Fans im Stadion

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Lauwarme Stimmung vor dem Spiel von Eintracht Frankfurt gegen den französischen Erstligisten AS Saint-Étienne.

Es sind bei weitem nicht so viele wie vor der Corona-Pandemie. Kaum Andrang gibt es an den Eingängen und die Gefühlslage bei den Gekommenen ist gemischt. Einige stehen in Grüppchen am Fantreff Waldstadion, andere laufen zügig auf die Eingänge zu, so wie Bárbara Mariano da Silva und Eva-Maria Schmitt.

Sie tragen Eintracht-Outfits und Becher mit Apfelwein in den Händen. „Geil“, findet es Schmitt, wieder ins Stadion gehen zu können. „Aufregend“, sagt Mariano da Silva und schränkt ein: „Wir wissen gar nicht, ob es ausverkauft ist“. Dabei zeigt die Westend-Bewohnerin mit ihren Händen Anführungszeichen. „Es fehlen ein paar“, sagt Horst Best, der sich zu den Frauen dazu gesellt hat. Das Trio kenne sich aus dem Eintracht-Fanklub „Eagles around the world“. Der 64-jährige Sindlinger fügt hinzu: „Endlich wieder“ könne er Fußball „live“ verfolgen. Das sei völlig anders als im Fernsehen, weil dort nur Bildausschnitte gezeigt würden.

Nicht mal ein Fünftel der 51 500 Karten durften pandemiebedingt für Samstag verkauft werden. Aufgrund steigender Corona-Zahlen war im Vorhinein um noch weniger gestritten worden. Christoph Helmer glaubt nicht, dass die 10 000 genehmigten Plätze besetzt sein werden. „Ich habe das Gefühl, dass nicht alles voll sein wird“, sagt er. „Ein bisschen zwiegespalten“ sei er, was seine Vorfreude angehe. Der 36-Jährige steht mit seiner Freundin Viktoria Benning und seinen Eltern Hannelore und Joachim vor einem Eingang auf der anderen Seite des Stadions. „Ich wäre heute nicht so heiß gewesen, zum Testspiel zu gehen“, sagt der Junior.

Familienausflug ins Stadion

Aber weil die Eltern aus Marburg vorbeigekommen seien, habe sich der Familienausflug angeboten. Sein 68-jähriger Vater sagt zu seinem Gemütszustand nur kurz: „Ei ja“, und ergänzt dann: „Endlich wieder Fußball gucken“. Beide hätten sonst Dauerkarten. Mutter Hannelore sagt: „Es ist total leer“ und zeigt auf den Eingang: „Mehr Ordnungskräfte als Leute, die anstehen.“ Die 72-Jährige ergänzt: „Wir wollen mal die Neuen sehen“ und nennt als Beispiel den Kolumbianer Rafael Borré.

Viktoria Benning, die einzige des Quartetts in Eintracht-Farben, mit Käppi auf dem Kopf, sei einfach froh, mal wieder ins Stadion gehen zu können, sagt die 32-Jährige. Richtig gefreut hat sich Nele, als ihr Vater Mike Wallitzer das Mädchen mit der Karte zum Spiel überrascht habe. Es ist der erste Stadionbesuch der Sechsjährigen, die ein rotes Eintracht-Trikot des Vaters trägt, das ihr bis zu den Knien reicht. „Auf jeden Fall weiß ich, dass es echt laut wird“, sagt Nele. Das habe ihr der Papa verraten. „Ich kann schon alle Lieder singen“, sagt sie mit Lutscher im Mund.

Mike Wallitzer habe die Gelegenheit genutzt, dass nur vergleichsweise wenige Fans erlaubt seien, um die noch junge Tochter mitzunehmen. „Es ist wieder so ein bisschen Normalität und schön, mal wieder hier zu sein, aber gedämmt“, sagt der 32-Jährige. Als „Erlebnis“ für seine Tochter bezeichnet der Wiesbadener den Stadionbesuch. Und die hat einen Tipp parat: „3:1“. Für wen? Klar, für die Eintracht.

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