Eckenheim

Stimmen für einen Quartiersmanager für Eckenheim

  • schließen

Aktivisten sammeln Unterschriften, um die Stadt doch noch zu überzeugen. Bislang hat die Kommune die Forderung nach einem Quartiesmanagement aus Kostengründen abgelehnt.

Der Kampf für ein Quartiersmanagement in Eckenheim geht weiter. Akteure aus dem Stadtteil sammeln nun Unterschriften, um die Stadt doch noch zu überzeugen, ein solches Projekt im Viertel einzurichten.

Die Aktivisten kommen aus dem Stadtteilarbeitskreis, einem Zusammenschluss sozialer Einrichtungen in Eckenheim. Diese setzen sich mit den Belangen der Kinder, Jugendlichen und Familien vor Ort auseinander. Bei der Arbeit, so Kinderbeauftragte Kira Schuler, die Teil des Netzwerkes ist, habe man immer wieder festgestellt, dass ein Quartiersmanagement nötig ist.

Dieses ist Teil des Programms „Aktive Nachbarschaft“, das die Lebenssituation der Bewohner in den Stadtteilen verbessern will. Das soll unter anderem durch Quartiersmanager geschehen, die vor Ort als Initiatoren und Multiplikatoren tätig sein sollen.

Bisher hat der Magistrat alle Anträge, die der Ortsbeirat 10 aufgrund der Initiativen im Stadtteil gestellt hat, abgelehnt; immer mit der Begründung, dass kein Geld vorhanden sei. Auch sei anhand der Strukturdaten eine akute Aufnahme des Stadtteils ins Programm nicht notwendig (die FR berichtete).

Das sieht Kira Schuler anders. Deswegen jetzt die Unterschriftenliste. Die ersten Bürger haben beim Familienfest im Park im September unterschrieben. Derzeit liegen die Listen unter anderem in den Münzenbergerschule, im Kinder- und Jugendhaus in der Sigmund-Freud-Straße oder im Kinder- und Familienzentrum in der Weinstraße aus.

Mit den Listen im Gepäck wollen sich Schuler und ihre Mitstreiter noch einmal mit Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) treffen. „Wir wollen damit unsere Forderung verdeutlichen und zeigen, dass die Bevölkerung ebenfalls ein Quartiersmanagement befürwortet“, so Schuler. Man wolle die Begründung der Stadt nicht hinnehmen und sei „fest davon überzeugt, dass die Effekte, die ein Quartiersmanagement in einem Stadtteil haben kann, die benötigten Ressourcen vollkommen rechtfertigen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare