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Sie legen letzte Hand an: die Dippemess als magischer Circus, am Freitag geht’s los.

Frankfurter Dippemess

Dippemess ist wieder in Frankfurt

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Die Dippemess ist wieder in Frankfurt und lockt mit Kirmesboxern und Gemüsepatty. 

Das wird eine gute Dippemess. Nicht die 625., die kann, wenn Thomas Feda, der Chef der Tourismus und Congress, sich richtig erinnert, erst nächstes Jahr gefeiert werden. Aber eine gute. Denn unter den 138 Schaustellern und Belustigungsgeschäften sind die wichtigsten alten Bekannten: das gute alte Riesenrad (45 Meter), der gute neue Jules-Verne-Tower, ein Kettenkarussell, das mit 65 Sachen auf 80 Metern Höhe rotiert, und die große Geisterbahn. Geisterbahn, na ja, werden Adrenalin-Junkies jetzt abwinken. Aber diese Geisterbahn, versprechen die Veranstalter, bietet „modernste Geistertechnik“ und „lebende Geister ab 19 Uhr“. Das ist ein Fortschritt, denn früher hingen die lebenden Geister ab 19 Uhr am Auto-Scooter ab und belästigten Passanten.

Es gibt aber auch Neues. Etwa den „Devil Rock“, den die Betreiber mit „temporeiches Rundfahrgeschäft“ beschreiben und Oberbürgermeister Peter Feldmann so: „Eine von diesen Sachen, wo man so grün wird im Gesicht.“ Beides ist richtig. Auch Feldmann lässt bei seinem traditionellen Vorpremierenbummel mit Fotografenbegleitung am Mittwoch die alten Dippemess-Zeiten Revue passieren: „Es wurde spät, viele besoffene GIs, dann haute man sich, und es kam die Militärpolizei.“ Das war schön, aber heute gibt es für so was den „Fight Club“, die Kirmesboxbude von Charly Schultz, zum zweiten Mal auf der Dippemess und schon bei der Premiere vor zwei Jahren ein Gewinn. Schultz selbst hat mal im Vorprogramm von Ali geboxt, und Experten sagen, Ali sei danach nicht mehr derselbe gewesen. Wer alle Kämpen von Schultz’ Boxbude nacheinander vermöbelt, bekommt zur Belohnung 2000 Euro. Allemal besser als Militärpolizei.

Gesellschaftlicher Fixpunkt ist stets das Bierzelt der Familie Hausmann. Dort setzt man auf Bewährtes („Eddy’s Schnitzelparade“), will mit Aktionen wie dem „Veggie-Burger mit Gemüsepatty“ (8,90 Euro) den Dippemessbesuch auch Nordend-Bewohnern ermöglichen. OB Peter Feldmann muss am Freitag wieder hin, zur Eröffnung mit Fassanstich, „Apfelweinmajestäten“ und anderen Würdenträgern; die Gemüsepatty im Nacken, fragt der OB etwas ängstlich, was es denn zu essen geben wird. „Rippchen mit Kraut“, verspricht Festwirt Patrick Hausmann, und der OB grinst: „Großartig!“

Frühjahrs-Dippemess,12. April bis 5. Mai, montags bis donnerstags 14 – 23, freitags und samstags 14 -24, sonntags 12 – 23 Uhr, Karfreitag geschlossen, donnerstags Familientag mit halben Fahrpreisen, dienstags Kindertag.

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