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Ermittler sichern Spuren in der Nähe des Tatorts.

Konstablerwache in Frankfurt

Schießerei in Frankfurt drehte sich wohl um Schulden

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Nach der Schießerei an der Konstablerwache beginnt die Polizei mit ihren Ermittlungen. Die Hintergründe der spektakulären Tat sind noch völlig offen.

Bei der Schießerei in der Frankfurter Innenstadt am Dienstagabend könnte es um Schulden gegangen sein. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte, deuteten erste Ermittlungsergebnisse darauf hin. Inzwischen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag. Wie ein Polizeisprecher der Frankfurter Rundschau sagte, verweigern alle vier festgenommenen Beteiligten bislang die Aussage.

Gegen 19 Uhr waren nach Angabe der Polizei vier Männer vor einem Döner-Restaurant an der Ecke der Schäfergasse zur Großen Friedberger Straße in Streit geraten. Beteiligt waren ein 46-jähriger Frankfurter, ein 40-Jähriger aus Kelsterbach, ein 38 Jahre alter Mann aus Kassel und ein 32-Jähriger aus Rüsselsheim. Als die Konfrontation aus unbekannten Gründen eskalierte, fielen Schüsse, außerdem wurde ein Messer eingesetzt. Die vier Männer liefen daraufhin über die Große Friedberger Straße in Richtung Zeil, dabei gab einer von ihnen in kurzer Folge mehrere Schüsse ab. Der 46-jährige Mann wurde durch einen Streifschuss am Bein verletzt, der 38-Jährige erlitt eine leichte Schnittverletzung am Daumen.

Polizei sucht Fotos

Gegen 19.15 Uhr konnten Polizisten das Quartett an der Konrad-Adenauer-Straße unweit der Konstablerwache festnehmen. Dabei stellten sie zwei Messer sicher; die offenbar von einem der Kontrahenten weggeworfene Schusswaffe fanden die Ermittler ebenfalls. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollten der 40-Jährige aus Kelsterbach und der 32-Jährige aus Rüsselsheim im Laufe des Mittwochs einem Haftrichter vorgeführt werden.

Es gebe einige Augenzeugen, die jetzt befragt würden, sagte der Polizeisprecher. Noch sei nicht klar, ob darunter auch Menschen seien, „die wirklich den Ausgangspunkt und einen Teil der Tat beobachtet haben“. In jedem Fall sei es erstaunlich, dass keine Unbeteiligten verletzt wurden. „Da ist schon Glück dabei gewesen.“

Zur Aufklärung des Vorfalls hat die Polizei bereits ein eigenes Internetportal beim hessischen Landeskriminalamt eingerichtet, auf das Augenzeugen eigene Fotos und Videos des Geschehens hochladen können.

Die Schießerei hatte für einiges Aufsehen in der Stadt gesorgt, unter anderem, weil die Polizei die Straßen um die Konstablerwache mit einem starken Aufgebot und Spezialeinsatzkräften abgeriegelt und alle Bürger per Twitter dazu aufgerufen hatte, den gesamten Bereich zu meiden.

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