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Die Stadt will die Hauptwache beleben.
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Die Stadt will die Hauptwache beleben.

Kultur

Tanzen an der Frankfurter Hauptwache

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Die Frankfurter Salsa-Fans sollen im Frühling an die Katharinenkirche ausweichen. Der Campus Bockenheim ist als Treffpunkt nur bedingt geeignet.

Noch bevor die Umgestaltung der Hauptwache begonnen hat, soll der Platz in der Stadtmitte belebt werden. Eine Idee: Die Salsa-Tänzerinnen und -Tänzer, die sich ursprünglich an der Europäischen Zentralbank im Ostend getroffen hatten, sollen ihrem Hobby auf der Fläche zwischen Café Hauptwache und Katharinenkirche nachgehen. Der Vorsitzende der Kommunalen Ausländervertretung, Jumas Medoff, berichtete am Dienstag im Gespräch mit der FR von entsprechenden Plänen.

Medoff hatte sich im vergangenen Jahr als Mediator in einen Konflikt über den ursprünglichen Treffpunkt der Tänzerinnen und Tänzer eingeschaltet. An der EZB hatten sie in unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte für die deportierte jüdische Frankfurter Bevölkerung im Nationalsozialismus getanzt. Daran hatte es Kritik gegeben. Ende des Jahres verschärfte die Stadt Frankfurt dann ihre Gefahrenabwehrverordnung und erließ ein Tanzverbot an der Gedenkstätte. Auch lautes Musikhören und der Konsum von Alkohol sind dort fortan untersagt.

Die Salsa-Fans, die vor allem am Wochenende ihrem Hobby nachgehen, betraf das nicht mehr. Sie waren bereits weitergezogen – auf den alten Campus der Goethe-Universität in Bockenheim. Das Areal dort sei alles andere als schlecht, sagte Medoff. Vor allem könnten die Tänzerinnen und Tänzer bei schlechtem Wetter auf die Fläche unter dem Dach am ehemaligen Labsaal ausweichen.

Ob allerdings der alte Campus als dauerhafte Lösung geeignet ist, daran haben viele Tänzerinnen und Tänzer doch Zweifel. Denn für Salsa brauche es eigentlich einen ebenen Boden, den es in Bockenheim „leider nicht gibt“, so Medoff. Und zum anderen hänge die Nutzung des Geländes ja auch von der Entwicklung des Kulturcampus’ ab, so der Politiker.

Bevor die Tänzerinnen und Tänzer den Platz an der Hauptwache nutzen könnten, müssten jetzt noch „einige letzte Gespräche“ geführt werden. Unter anderem müssten die „Spielregeln“ festgelegt werden, die bei den Veranstaltungen gelten, sagte Medoff. Dann aber stünde den Partys in der Innenstadt nichts mehr im Weg.

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