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In der Pfingstweidstraße war gerade ein Fahrzeug zu laut unterwegs. Das neue Lärmdisplay weist darauf hin. Renate Hoyer
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In der Pfingstweidstraße war gerade ein Fahrzeug zu laut unterwegs. Das neue Lärmdisplay weist darauf hin. Renate Hoyer

Verkehr

Tadel ab 84 Dezibel in der Innenstadt in Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die Polizei setzt in der Innenstadt erstmals ein Lärmmessgerät ein und erhofft sich dadurch eine Verkehrserziehung. Vorreiter Baden-Württemberg hat mit solchen Projekten gute Erfahrungen gemacht.

Mit einem Lärmmessgerät in der Innenstadt will die Polizei motorisierte Verkehrsteilnehmer:innen zu mehr Rücksichtnahme auffordern. Das erste Lärmdisplay steht seit Mittwoch in der Pfingstweidstraße in Fahrtrichtung Zoo. Wer mit Auto, Motorrad oder sonstigen motorisierten Vehikeln in der Pfingstweidstraße mit mehr als 84 Dezibel unterwegs ist, bekommt dies künftig angezeigt. Bekannt sind solche Hinweisgeber bislang vor allem für die Geschwindigkeitsmessung in 30er-Zonen. Auch die Geschwindigkeit wird von dem Gerät erfasst. Wer nicht zu laut und nicht zu schnell unterwegs ist, bekommt ein einfaches „Danke“ in Grün gezeigt.

Ziel sei es, den Menschen ein Gefühl für die Lautstärke des eigenen Fahrzeugs zu vermitteln, teilte die Polizei mit. Damit soll nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern auch unnötiger Lärm verhindert werden. Der Schwellwert 84 Dezibel entspreche der kritischen Grenze für Gehörschäden bei Dauerlärm, teilte die Polizei weiter mit und verwies dabei auf das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie. Bereits eine Erhöhung des Werts um zehn Dezibel mache sich für das menschliche Gehör immens bemerkbar: Die Lautstärke werde als doppelt so laut wahrgenommen.

Da es sich nicht um einen Pilotbetrieb handelt, ist die Aufstellung am neuen Standort zeitlich nicht begrenzt. Das Display erhebe anonymisierte, bildfreie Daten, mit denen die Polizei sich eine gezieltere Präventionsarbeit und Verkehrsüberwachungsmaßnahmen erhofft.

Das Land Baden-Württemberg habe gute Erfahrungen mit den Lärmmessgeräten gemacht. Daher habe das Land Hessen den Polizeipräsidien solche Geräte zur Verfügung gestellt. Auf Nachfrage der FR erläuterte die Polizei, warum Frankfurts erstes und bislang einziges Lärmmessgerät in der Pfingstweidstraße steht. Ausschlaggebend dafür sei neben der aktuellen Beschwerdelage auch, dass die Straße pro Fahrtrichtung einspurig sein müsse. Denn sonst kann das Messgerät die Lärmquelle nicht zuordnen.

Dies habe verhindert, das Gerät an möglicherweise besser geeigneten Stellen zu platzieren, hieß es. Allerdings ist das Display am aktuellen Standort teilweise durch ein Schild der Buslinie N4 verdeckt. Eine Anschaffung weiterer Lärmmessgeräte für Frankfurt sei vom Land Hessen nicht geplant.

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