Frankfurt

Syrer kommt wegen Terrorverdachts in Frankfurt vor Gericht

Ein 29-jähriger Syrer muss sich vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt verantworten.

Ein 29-jähriger Syrer muss sich ab März vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft Ibrahim H. vor, 2013 und 2014 Mitglied in der terroristischen Vereinigung „Islamische Bewegung der Freien Männer Großsyriens“ („Ahrar al-Sham“) gewesen zu sein. Die Hauptverhandlung soll am 4. März beginnen, teilte das Gericht am Dienstag mit.

Ibrahim H. soll auch Gewalt über Kriegswaffen ausgeübt haben. Er habe eine Kalaschnikow besessen und ließ sich vor einem Flugabwehrgeschütz und an einer Maschinenkanone fotografieren. Die Anklage beschreibt „Ahrar al-Sham“ als eine Organisation, „die es sich zum Ziel gesetzt hat, unter Inkaufnahme auch ziviler Opfer die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad gewaltsam zu stürzen, um eine Gesellschaft unter dem Gesetz des Islam zu errichten“.

2015 soll Ibrahim H. über die Balkan-Route nach Deutschland eingereist sein. Er habe dann in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen und einer Flüchtlingsunterkunft in Viernheim gelebt. Später sei er nach Syrien zurückgekehrt, um dann erneut nach Deutschland einzureisen. Im Februar 2018 wurde er am Frankfurter Flughafen festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. (dpa)

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