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Feuerwerker André Brandt sucht mit einem Metalldetektor auf dem Baugelände nahe des Campus Westend nach möglichen weiteren Bomben.

Bombe in Frankfurt

Suche nach Bomben geht weiter

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Nach der Bombenentschärfung in Frankfurt geht die Suche auf der Baufläche am Campus Westend weiter. Zwei Drittel des Grundstücks sind sondiert, weitere Bombenfunde sind nicht ausgeschlossen.

Nach dem Bombenfund auf dem Baugebiet der Goethe-Universität am Campus Westend und der darauffolgenden großen Evakuierung am vergangenen Sonntag, laufen die Arbeiten auf dem Baugelände an der Wismarer Straße bereits wieder. Wie der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) auf Anfrage der FR mitteilt, sei bereits am Montag der Baubetrieb weitergegangen.

Allerdings seien beim Fund der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erst knapp zwei Drittel des gesamten Baugrundstücks durchsucht gewesen. Während die Bauarbeiten also auf der bereits überprüften Fläche unvermindert weitergehen, werde aktuell auf dem restlichen Teilstück weiter nach möglichen Blindgängern gesucht. Der LBIH, der Bauvorhaben für das Land Hessen durchführt, geht davon aus, dass die Sondierung der Restfläche noch mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. Dabei sei es grundsätzlich nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Kampfmittel gefunden werden. Allerdings macht der LBIH auch deutlich, dass die gefundene Luftmine, der erste Fund seit Beginn der Arbeiten im Jahr 2005 war

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Trotz des Fundes des 1,8 Tonnen schweren Sprengkörpers habe sich nichts am Ablauf der Sondierung geändert. Das derzeit praktizierte Vorgehen sei gängige Praxis, die sehr gut funktioniere und sich in der Vergangenheit bewährt habe. Somit seien keine verschärften Überprüfungen oder noch genauere Untersuchungen notwendig. Schließlich habe man ja auch die kürzlich gefundene Bombe durch diese Maßnahmen entdeckt.

Der LBIH bestätigt darüber hinaus, dass der Fund und die Entschärfung der Bombe zu einer Verzögerung des Bauvorhabens geführt haben. Man gehe von einer Ausfallzeit von rund einer Woche aus. Sobald die Kontrolle auf Kampfmittel auf der restlichen Grundstücksfläche abgeschlossen sei, könne auch dort mit den Bauarbeiten begonnen werden. Weitere Untersuchungen, etwa durch den Denkmalschutz seien nicht geplant, diese Belange seien bereits abgeklärt. Es würden nur noch die üblichen Probebohrungen für Bodengutachten in den einzelnen Baufeldern durchgeführt.

Das Bauvorhaben an der Wismarer Straße ist Teil des dritten Bauabschnitts der Standortneuordnung am Campus Westend. Auf dem Grundstück sollen die Kunst- und Kulturwissenschaften angesiedelt werden. Die Uni rechnet damit, dass die Neuordnung im Westend frühestens 2019 abgeschlossen ist. Insgesamt investiert das Land Hessen dafür mehr als 580 Millionen Euro.

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