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Frankfurt will die vier Hochschulen und Kulturinstitutionen entlang des Alleenringes vernetzen.
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Frankfurt will die vier Hochschulen und Kulturinstitutionen entlang des Alleenringes vernetzen.

Frankfurt

Studierende sollen Ideen für Campus-Meile liefern

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Über einen Wettbewerb können Studierende Vorschläge für die Vernetzung von Uni, Fachhochschule, Nationalbibliothek und Frankfurt School of Finance liefern.

Frankfurt macht Ernst mit der Campus-Meile. Die vier Hochschulen und Kulturinstitutionen, die entlang des Alleenringes liegen, sollen künftig auch räumlich vernetzt werden. Gemeint sind die Goethe-Universität, die Deutsche Nationalbibliothek, die Frankfurt University of Applied Science (UAS, vormals Fachhochschule), und die private Frankfurt School of Finance and Management.

Wie diese Vernetzung aussehen kann, wie die Campus-Meile auch eine räumliche Identität erhält, soll ein bundesweiter studentischer Ideenwettbewerb jetzt klären. Die UAS schreibt ihn unter neun Hochschulen in Deutschland aus. Am 10. Oktober werden die Auslobungsunterlagen verschickt. Anfang November treffen sich die Teilnehmer in Frankfurt, am 16. März 2018 endet die Abgabefrist für die Entwürfe und Vorschläge. Ende April 2018 entscheidet eine Jury über den Sieger. Im Mai steht dann die Preisverleihung an. Die Stadtverordneten sollen dann das Wettbewerbsergebnis beurteilen.

Die neun Teilnehmer des studentischen Wettbewerbes sind neben der UAS die Technische Universität Berlin, die Hochschule Darmstadt, die Technische Universität Darmstadt, die Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung, die Hochschule Rhein-Main, die Hochschule Geisenheim, die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes sowie die Hochschule für Technik in Stuttgart.

Anonymisiertes Verfahren 

Jede Institution darf bis zu fünf Arbeiten einreichen. Das Verfahren wird anonymisiert. So können die Studierenden selbst Einfluss darauf nehmen, in welchem Ambiente sie künftig arbeiten wollen.

Die Entwürfe werden danach beurteilt, wie schlüssig das städtebauliche Gesamtkonzept und die Überlegungen für den Freiraum sind. Es geht um die „Innovationskraft“ und den „identitätsstiftenden Charakter“ der Pläne und um ihre Zukunftsfähigkeit und Funktionalität.

Das Preisgeld von 10.000 Euro kommt zur Hälfte von den Hochschulen. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) stellte den Ideenwettbewerb am Montagabend im Römer-Planungausschuss vor. Frankfurt, so sagte er, ziehe als attraktive Hochschul- und Wissenschaftsstadt Studierende aus aller Welt an - weit mehr als 60.000 zählt die Kommune mittlerweile.

Die Linken im Ausschuss bemängelten, dass der Ideenwettbewerb keinerlei Aussagen darüber treffe, wie preiswerter Wohnraum für Studierende entstehen könnte. „In dieser Hinsicht ist die Campus-Meile jetzt schon gescheitert“, sagte der Stadtverordnete Michael Müller. Er nannte als Beispiel das sogenannte Studentenwohnheim „The flag“ an der Adickesallee, das in Wahrheit teure Mikroapartments biete.

Beispiel: Ausbau der Fahrradwege

„Die Studierenden brauchen bezahlbaren Wohnraum“, forderte Müller. Der Grüne Uli Baier sagte, die Grünen seien anfangs skeptisch gewesen, wie entlang des vielbefahrenen Alleenringes eine räumliche Vernetzung gelingen könne. Doch jetzt sei er gespannt auf gute Vorschläge.

Planungsdezernent Mike Josef nannte als Beispiel einen Ausbau der Fahrradwege entlang der Strecke. Der „lärmumtoste Straßenraum“ solle aufgewertet werden.

Die Campus-Meile müsse positiv in die angrenzenden Quartiere ausstrahlen.

Der SPD-Stadtverordnete Sieghard Pawlik sagte, der Ansatz des Ideenwettbewerbes sei „sehr kreativ“. Daraus könne sich auch eine Chance zur inhaltlichen Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und der Deutschen Nationalbibliothek ergeben.

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