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Semesterstart

Studieren in der vielseitigen Stadt

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Bei den meisten Erstis überwiegt die Vorfreude. Sie sind neugierig auf Frankfurt ? und auch das Studienangebot überzeugt.

Es wuselte am Donnerstagnachmittag auf dem Campus der Goethe-Universität im Frankfurter Westend nur so vor jungen Frauen und Männern. Es wurde gekichert, fotografiert, mit dem Finger gezeigt oder einfach nur das sonnige Wetter genossen. Dabei hat das Semester doch noch gar nicht wirklich begonnen. Doch die grünen Rucksäcke, die viele dabei hatten, machten deutlich: Hier erkundeten Erstis ihren neuen Campus. Und abgesehen von der prekären Wohnungssituation in der Mainmetropole trübt kaum etwas die Vorfreude der angehenden Studierenden.

„Momentan ist da nur Freude. Es geht endlich los“, sagte der 27-jährige Sascha. Der angehende Student der Biowissenschaften ist Frankfurter, weswegen ihm die Wahl seines Studienortes nicht schwer fiel. „Meine Wurzeln liegen hier und die Goethe-Uni war mein Favorit“, verriet er, auch wenn er sich darüber hinaus in Gießen und Darmstadt beworben hatte. Künftig wird er am Campus Riedberg lernen. Die neuen Gebäude und die Ausstattung seien schon ein Vorteil für Frankfurt gewesen. „Ich war schon öfters bei der Night of Science vor Ort und habe mir ein Bild machen können.“ Der 27-Jährige möchte mit dem Studium nun einen Schritt weiterkommen in seinem Leben. Bammel hat er nicht, weil er schon einmal ein Studium begonnen hatte. Er freue sich jetzt darauf, neue Leute kennenzulernen.

Genau das möchte auch der 19-jährige Fabian. Der junge Mann aus Hannover beginnt in Frankfurt sein Biochemie-Studium und hat sogar schon die 18-jährige Ina aus dem Vogelsbergkreis kennengelernt, die im selben Studiengang ist. Fabian hat das Vorstellungsgespräch im Vorfeld überzeugt. „Die Leute da waren cool.“ Auch der gute Ruf und die noch neuen Gebäude am Campus Riedberg hätten für Frankfurt gesprochen.

Ina überzeugten auch die Angebote der Stadt. „Frankfurt gefällt mir“, sagte sie. Die 18-Jährige ist im Wohnheim untergekommen und hofft nun auf eine gute Ausbildung im Studium. Fabian wünscht sich, dass es anders wird als in der Schule. „Ich will vor allem interessante Sachen machen.“

Für die interessanten Dinge seien die Studierenden auch selbst mit verantwortlich, erklärte Uni-Präsidentin Birgitta Wolff. Es gebe viele Möglichkeiten, sich neben dem Studium einzubringen. „Engagieren Sie sich in der Gesellschaft“, sagte sie in der Begrüßungsansprache. Die jungen Menschen müssten sich eine Meinung darüber bilden, in welcher Art von Gesellschaft sie leben wollen. Sie ermunterte die Studierenden auch zum akademischen Diskurs, bei dem jeder seine Meinung sagen dürfe, solange sie begründet werden kann.

Der 20-jährige Valentin aus Schwalmstadt fand bereits eine WG in Frankfurt. Er beginnt demnächst sein Lehramts-Studium in den Fächern Musik und Deutsch. „Die Aufnahmeprüfung in Musik hat mir gut gefallen“, berichtet er. Auch dass Frankfurt nicht so weit weg von seiner Heimat in Nordhessen ist, hätte für die Mainmetropole gesprochen. Nun hofft Valentin auch musikalisch weiterzukommen. „In der Stadt ist das aber deutlich leichter, weil man Kontakte knüpfen kann.“ Auch wenn die Uni riesengroß und viel los sei, überwiegt die Vorfreude auf den Studienstart bei ihm.

Die Freundinnen Lisa und Marie kommen beide aus Frankfurt, haben sich aber für unterschiedliche Studiengänge entschieden. Die 20 Jahre alte Lisa belegt Sportwissenschaft, während die ein Jahr jüngere Marie Politikwissenschaften studiert. Frankfurt als Studienort lag für beide nahe, weil sie schon hier leben. „Aber eine Freundin von mir studiert schon ein paar Semester Sportwissenschaften und konnte es empfehlen“, sagte Lisa.

Für Alexander ist zurzeit alles noch entspannt. Die Vorkurse, die der 19-jährige angehende Biochemiker schon absolviert hat, waren nicht allzu schwer. Den Ausschlag für Frankfurt gaben bei ihm Praktika, die er an der Uni bereits machte. „Hier ist die Speerspitze der Forschung“, sagte der junge Mann aus Hasselroth. Aktuell pendle er täglich von seiner Heimatgemeinde nahe Hanau. Dank seines Studentenausweises könne er kostenfrei den RMV-Nahverkehr nutzen. In Frankfurt möchte er öfter tanzen gehen – vorrangig Gesellschaftstänze. Und: „Ich freue mich aufs Studium.“

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