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Studienplatz-Drama an Goethe-Uni Frankfurt beendet

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Von: George Grodensky

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Endlich dürfen die Studierenden das Tor zur Medizin aufstoßen.
Endlich dürfen die Studierenden das Tor zur Medizin aufstoßen. © Renate Hoyer

Fast alle Studierenden der Medizin und Zahnmedizin in Frankfurt haben nun ein Angebot, wenn auch nicht unbedingt an ihrer Wunsch-Uni.

Frankfurt - Das Ringen um Studienplätze in der Medizin an der Goethe-Universität ist vorerst beendet. Das melden Uni und das Hessische Kultusministerium am Mittwoch. Die Hochschule hatte durch einen Übermittlungsfehler 282 Plätze zu viel in den Studiengängen Medizin und Zahnmedizin an die Stiftung für Hochschulzulassung gemeldet; die Uni musste hernach die Zulassungen zurücknehmen. Inzwischen haben aber fast alle Betroffenen doch noch ein Studienplatzangebot erhalten. Wenn auch nicht unbedingt an ihrer Wunsch-Uni.

Zunächst hatte die Goethe-Universität im September die Absagen an die Studierenden der Zahnmedizin zurückgenommen und 31 zusätzliche Plätze geschaffen. Für die 251 übrigen Studierenden haben Goethe-Uni, Stiftung für Hochschulzulassung, Kultusministerkonferenz und das Land Hessen in zwei Stufen Plätze gesucht. Zunächst haben die 161 einen Platz erhalten, die vor dem Medizinangebot aus Frankfurt bereits ein anderes Zulassungsangebot sicher hatten, es aber zugunsten von Frankfurt ausgeschlagen hatten.

Goethe-Uni: Von 282 irrtümlich akzeptierten Studierenden nun 123 doch in Frankfurt

53 davon sind tatsächlich doch noch an der Goethe-Uni gelandet. Die zweite Gruppe, die sogenannte Chancengruppe, ist nun auch versorgt. Das sind die, die im ursprünglichen Verfahren nur aus Frankfurt eine Zusage erhalten hatten, die sich ja dann als trügerisch erweisen sollte. 39 davon kommen nun doch an der Goethe-Universität unter, 41 an anderen Hochschulen in Hessen und Deutschland, etwa Berlin oder Bielefeld.

Damit sind von den 282 irrtümlich akzeptierten Studierenden nun 123 doch in Frankfurt gelandet. Sieben weitere nehmen ihr Studium zum Wintersemester 2023/24 auf, sie hätten wegen der ungewissen Lage bereits andere Dienste angetreten, so die Uni. Drei Studierende sind noch ohne Platz, sie dürfen sich zu erleichterten Bedingungen in einem Studienfach ihrer Wahl einschreiben, also ohne Medizin, Zahnmedizin, Psychologie.

Frankfurt: Justus-Liebig-Universität Gießen leistet besonderen Beitrag

Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn zeigt sich erleichtert, dass die gemeinsame Kraftanstrengung gefruchtet habe. „Das wäre ohne die Hilfe vieler Hochschulen nicht möglich gewesen.“ Ihr besonderer Dank gehe an die Justus-Liebig-Universität Gießen, die insgesamt 32 Betroffenen einen Studienplatz in Medizin anbietet und „damit als hessische Hochschule einen besonderen Beitrag geleistet hat.“ (Gregor Grodenksy)

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