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Wie sollen die Studierenden künftig zur Goethe-Uni kommen? Dazu gibt es verschiedene Meinungen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
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Wie sollen die Studierenden künftig zur Goethe-Uni kommen? Dazu gibt es verschiedene Meinungen.

Mobilität

Students for Future sind gegen eine U-Bahn zum Campus Westend

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Soll die U-Bahn-Linie U4 zentral am Uni-Campus Westend in Frankfurt halten? Darüber ist eine Diskussion entbrannt, an der sich nun auch die Students for Future beteiligen.

Die Students for Future in Frankfurt lehnen einen Lückenschluss der U-Bahn-Linie U4 von Bockenheim nach Ginnheim mit einem zentralen Anschluss des Campus-Westend am Adorno-Platz ab.

Der Bau des 1,5 Kilometer längeren Tunnels der Variante 3 bedeute den Ausstoß von zusätzlich 136 000 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zur kürzeren Variante 1a, teilte das Bündnis mit. Die Variante 1a sieht eine Streckenführung von Bockenheim nach Ginnheim mit Halt am Botanischen Garten vor, der rund 700 Meter vom Campus-Westend entfernt ist.

Diese Variante wäre aufgrund des kürzeren Tunnels rund 78 Millionen Euro günstiger als die zentrale Anbindung des Uni-Campus-Westend. Für den zentrale Halt sprechen sich das Präsidium und der Asta der Goethe-Universität sowie der Frankfurter Verkehrsdezernent und CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP im Römer aus.

U-Bahn zum Campus Westend: Straßenbahn als Alternative

Gegen den zentralen Anschluss sind die Initiativen „Frankfurt22“, der BUND Frankfurt und die Aktionsgemeinschaft Westend. Die Students for Future Frankfurt schließen sich der Kritik nun an: „Den Bau eines nicht mehr zeitgemäßen Tunnels für eine U-Bahn unter sowieso bereits gefährdeten Grünflächen halten wir für fatal“, sagte Emanuel Pilot von Students for Future Frankfurt.

Der CO2-Ausstoß, der beim Bau dieses Tunnels entstehe, könne in diesem Jahrhundert nicht mehr amortisiert werden, sagte er. Bei einem Lückenschluss der U4 von Bockenheim nach Ginnheim sei ein kurzer Tunnel und eine weitgehend oberirdische Streckenführung zu bevorzugen. Außerdem könnte die Stadt zusätzlich eine Straßenbahnlinie zum Campus-Westend bauen.

„Den bisher von Stadt und Universität präferierten Bau halten wir für einen klimapolitischen Unsinn, da dies dem Ziel der Verkehrswende, die absoluten CO2-Emissionen zu senken, grob widerspricht“, sagte er.

U-Bahn zum Campus Westend: Park soll keinen Schaden nehmen

Der Bau von unterirdischen U-Bahnen-Linien verursache höhere Umweltfolgekosten als der Bau von Straßenbahnlinien, führte er aus. Das liege vor allem an der Herstellung von Beton und Stahl. Hinzu komme der höhere Energieverbrauch für unterirdische Haltestellen, Beleuchtung, Belüftung und Rolltreppen.

Unklar sei auch, ob die Bäume im Grüneburgpark durch einen Tunnel gefährdet würden. Das will die Stadt mit einer Untersuchung bis Ende des Jahres geklärt haben.

Die Campusanbindung durch die U-Bahn nannte er ein „reines Prestigeprojekt ohne wirklichen Mehrwert für das ÖPNV-Netz und den Klimaschutz“.

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