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Studentenwohnungen

Frankfurt will Wohnraum-Situation für Studierende entschärfen

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Die Stadt kurbelt den Wohnheim-Bau an und will künftig rund 7000 Studenten Unterkünfte anbieten. 

Mit einem großen Bauprogramm versucht die Römer-Koalition, die angespannte Situation beim Wohnraum für Studierende zu entschärfen. Ziel dieser Kraftanstrengung ist es, zehn Prozent der 70 000 Studierenden in Frankfurt mit Unterkünften zu versorgen.

Derzeit liegt die Quote nur bei sieben Prozent, zehn Prozent sind der Bundesdurchschnitt. CDU, SPD und Grüne votierten im Planungsausschuss dafür, ein Konzept für die Schaffung zusätzlichen Wohnraums zu entwickeln, den nötigen Finanzbedarf zu ermitteln und das Geld im städtischen Doppelhaushalt 2020/2021 bereitzustellen. Auch Linke, FDP, Fraktion und Frankfurter unterstützten das Projekt.

Es ist die Reaktion auf eine sehr angespannte Lage. Konrad Zündorf vom Studentenwerk Frankfurt sagte der FR, in der Stadt brauche es 2500 zusätzliche Wohnheimplätze für Studierende. Im gesamten Rhein-Main-Gebiet seien es sogar 3000.

Der Markt ist durch immer teurere Wohnheime privater Anbieter gekennzeichnet. Nach den Worten von Zündorf werden in der Spitze kleine Appartments für Mieten von bis zu 700 Euro im Monat angeboten. Es handelt sich dabei in der Regel um Unterkünfte, die kaum größer sind als 20 Quadratmeter. In den Häusern, die vom Studentenwerk betrieben werden, liegen die Mieten nach den Worten des Geschäftsführers bei durchschnittlich 290 Euro im Monat. Diese Appartments seien allerdings nur zehn Quadratmeter groß. Für größere Räume betrage die Durchschnittsmiete 350 Euro.

Fehlendes Bauland für die Studierenden-Appartements

Zündorf begrüßte den Grundsatzbeschluss der Römer-Koalition. Er machte allerdings auf das Problem des fehlenden Baulandes für die Studierenden-Appartments aufmerksam. Der Fachmann schätzte die notwendigen Investitionen, um 3000 Wohnheimplätze zu errichten, auf rund 240 Millionen Euro.

Die Stadt Frankfurt hat bereits vor Jahren ein „Programm zur Wohnraumförderung für Studierende“ ins Leben gerufen. Investoren können Zuschüsse der Kommune abrufen. Zwar stehen jährlich lediglich zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Wohnungsbaufördermittel aus verschiedenen Programmen seien aber untereinander deckungsfähig, so Mark Gellert, der Sprecher von Wohnungsdezernent Mike Josef (SPD).

Drei große Projekte in Frankfurt sind gegenwärtig schon in Vorbereitung. An der Ginnheimer Landstraße, auf dem Gelände der Sportuni, möchte das Studentenwerk 297 Wohnheimplätze verwirklichen. Die Bewilligung des Bauantrages ist noch in diesem Jahr geplant.

Beim zweiten Vorhaben Ecke Ruth-Moufang-Straße/Riedbergstraße ist ebenfalls das Studentenwerk der Bauherr. Hier werden 358 Wohnheimplätze entstehen. Die Baugenehmigung möchte die Stadt im Jahre 2020 erteilen.

Das dritte Projekt geht vom Bauverein Katholische Studentenheime aus. Er will in einem Neubau des Friedrich-Dessauer-Hauses insgesamt 140 Wohnheimplätze errichten. Hier könnte die Baugenehmigung der Kommune „eventuell 2020“ vorliegen. Alleine für diese drei Bauvorhaben stellt die Stadt Frankfurt eine Fördersumme von insgesamt 11,8 Millionen Euro zur Verfügung.

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