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Monika Dörr strickt Socken gegen die Krise. Corona, jetzt schaust du dumm aus der Wäsche!

Homestory

Stricken, dichten, singen gegen Corona in Rhein-Main

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Was vertreibt die Langeweile daheim - abgesehen vom Purzelbaum-Üben? Hier kommen die neusten Tipps der FR-Gemeinde.

Die Füße auf dieser Seite haben wir Monika Dörr zu verdanken. „Guten Tag“, schreibt sie, „ich habe ein neues Hobby entdeckt. Sockenstricken, dank Onlinehandel und Youtube auch in diesen Zeiten machbar.“ Wir sagen merci, gut strick und freuen uns über weitere tolle Tipps unserer Leserinnen und Leser für die Zeit des Daheimbleibens.

Mardi Holler schickt uns was Kniffliges: „Guten Morgen, ich hätte ein paar Tipps aus meinem Gedächtnistraining.“ Zum Beispiel Buchstaben verdrehen und daraus neue Worte formen: „Aus Torte könnte Rotte, Otter, Toter werden.“ Am liebsten Torte, würden wir sagen. Oder: Troet!

Und noch ein Holler-Spiel: „aus elf Wörtern ein Gedicht“. In der ersten Zeile soll ein Wort zu Farbe, Form, Zustand stehen. In der zweiten Zeile zwei Wörter zu etwas, das diese Farbe oder Form hat. In der dritten: drei Wörter zum Ort des Geschehens. In Zeile vier: vier Wörter zur freien Beschreibung oder Erzählung, und in der fünften ein Wort als Abschluss oder Pointe. Ergibt etwa:

Rund Ein Kreis

Mit Menschen gefüllt

Diese reden und diskutieren

Hochinteressant

Aber erst nach Corona, ja? Wir sind gespannt auf weitere Gedichte. Da ist ja schon eins – von Martin Schallert aus Schöffengrund:

Daheimbleiben

Der Morgen beginnt jetzt mit Frühstück im Bett / Zu Brötchen und Tee die FR – äußerst nett! / Ausführliches Schmusen mit unseren Katzen. / Bezüge waschen der Schaumstoffmatratzen. / Auch Karten spielen und raus in den Garten. / Viel Sonne tanken, den Frühling erwarten. / Verstaubte Fotoalben wieder mal sichten. / Uralte Dias noch einmal belichten. / Nachrichten schauen, sich informieren. / Innehalten, den Mut nicht verlieren. / Mit Freunden plaudern am Telefon. / Nicht Panik verbreiten, dann geht’s doch schon.

Grandios, Herr Schallert!

Das waren Gedichte – jetzt kommt Gesang. Die Thomaskantorei in Frankfurt-Heddernheim hatte sich ursprünglich vorgenommen, nach dem Karfreitagskonzert Lieder von Brahms für eine Sommerveranstaltung einzuüben. Ob die Konzerte stattfinden: eher fraglich. Gemeinsame Proben sind jedenfalls erst mal gestrichen. Kantor Tobias Koriath bietet aber Übungsstunden per Video an: für alle Leute, die gern singen. Am Anfang macht er Atemübungen vor, dann geht’s ans Stimmliche und ans Repertoire. Wer es sich anschauen und mitsingen will: Auf der Internetseite thomaskantorei.de finden sich die Filme; jede Woche soll es eine neue Folge geben. Da capo!

Und welchen Ratschlag mailt uns Bea Kuhn gegen die Langeweile zu Hause? „Mein Tipp lautet: Bringen Sie ihrem Kind einen Purzelbaum bei!“, schreibt sie. Und das kann ganz sicher nicht schaden.

Sie haben auch einen tollen Tipp für die Zeit daheim? Her damit: an online@fr.de. Sie wissen ja: Wir veröffentlichen alle Mails nach Eingang, das kann ein paar Tage dauern. Vielen Dank!

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