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Frankfurt

Streitgespräch zur Klimagerechtigkeit

Mit „Dirks Denk-Bar“ präsentiert das Haus am Dom eine neue Debattenrunde.

Im Haus am Dom wurde am Donnerstag ein neues Debattenformat vorgestellt. Zusammen mit dem Haus der Volksarbeit und in Medienpartnerschaft mit HR-Info fand die erste „Dirks Denk-Bar“ statt, die Platz für Streitgespräche zur sozialökologischen Transformation schaffen soll. Die Idee dahinter ist es, mehrere Male im Jahr und in einem festen „Frankfurter Quartett“ über aktuelle politische Themen zu debattieren.

Dabei sind sowohl jeweils zum Thema eingeladene Impulsgeber:innen oder Expert:innen als auch das Publikum eingeladen, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen. Benannt nach dem katholischen Sozialisten und Publizisten Walter Dirk, einem „typischen Frankfurter Gewächs“, wie ihn Thomas Wagner, Studienleiter der katholischen Akademie im Haus am Dom und gleichzeitig Moderator des Abends, beschreibt.

Zusammen mit Claudia Wehrle vom Hessischen Rundfunk führte Wagner durch die erste Ausgabe der Reihe mit dem Thema „Klimagerechtigkeit“. Das Vierergespann, das von nun an drei- bis viermal pro Jahr zu Diskursrunden zusammenkommen soll, besteht aus Janine Wissler (Die Linke), Matthias Zimmer (Vorsitzender der hessischen CDA), Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung an der Goethe Universität) und Hans-Jürgen Urban (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall). Impulsgeber:innen waren an diesem ersten Abend die Klimaaktivistin Luisa Neubauer und der Vertreter von „Fridays for Future“ Frankfurt, Konstantin Nimmerfroh.

Den beiden Impulsredner:innen wurde zu Beginn des Abends viel Raum gegeben und beide klagten auf ihre Art die Versäumnisse der Historie an, doch sie verblieben dabei nicht in der Vergangenheit, sondern forderten Handeln im Hier und Jetzt.

Einig nur beim Zeitdruck

Auf den von Luisa Neubauer gleich zu Beginn betonten herrschenden Zeitdruck, wenn es darum geht, Klimagerechtigkeit zu erreichen, konnten sich alle Teilnehmer:innen einigen. Erwartungsgemäß weniger Einigkeit herrschte bei der Frage, ob der „Verstrickungszusammenhang“, wie es Stephan Lessenich nannte, einer westlichen Gesellschaft wie Deutschland mit dem Kapitalismus nun die Bewältigung der Klimaproblematik verlangsame. Ebenso uneinig waren sich alle darüber, ob es einer Lösung mit oder zumindest innerhalb des kapitalistischen Systems bedürfe (ein Ansatz, den Matthias Zimmer in den Raum warf).

Während die Redebeiträge der Debattierenden rund um ihre eigenen Positionen auch mal tiefer gingen, blieb die anschließende Debatte dann doch etwas an der Oberfläche, was aber vor allem der ausgehenden Zeit geschuldet war. Diese scheint sowohl bei diesem Streitgespräch als auch bei der tatsächlichen Bewältigung der Klimakatastrophe auszulaufen.

Weitere Chancen und vielleicht auch mehr Zeit zum Debattieren wird das Quartett im kommenden Jahr bekommen. Im Juli, September und Oktober sind weiter Ausgaben von „Dirks Denk-Bar“ im Haus am Dom geplant.

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