Bildung

Streit über Schulstandort in Frankfurt

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Die Europäische Schule sucht eine Fläche zur Erweiterung. Der Ortsbeirat 8 wird sich nun mit dem Thema befassen.

Der Bedarf einer Erweiterung der Europäischen Schule (ESF) ist unumstritten. Die Frage an welchem Standort dafür umso mehr. Schulleitung und Lehrerkollegium der Ernst-Reuter-Schulen (ERS) sowie die Mehrheit des Ortsbeirats 8 sprechen sich gegen eine Erweiterung der Schule am derzeitigen Standort in der Nordweststadt aus. Hierfür müsste die ERS Flächen an die benachbarte Schule abgeben. Es wird befürchtet, dass das Schulprofil der ERS darunter leiden wird. Außerdem sei die Verkehrssituation durch Elterntaxis jetzt schon katastrophal, wie aus verschiedenen Fraktionen zu hören war. Eine Erweiterung der ESF würde die Situation erheblich verschlechtern.

Gleich vier Tagesordnungspunkte beschäftigen sich in der Ortsbeiratssitzung am Donnerstag mit diesem Thema. Die SPD-Fraktion fordert in ihrem Antrag die Stadt auf, ihr Vorkaufsrecht für das Gelände Nördlich Lurgiallee zu nutzen und in dem zugehörigen Bebauungsplan den Standort der Europäischen Schule auszuweisen. Das Gelände sei durch die vierspurige Marie-Curie-Straße, den nahen Autobahnanschluss (A661) und die U-Bahnstation Riedberg verkehrstechnisch wesentlich besser angeschlossen.

Die CDU-Fraktion wünscht sich vom Magistrat eine Verlagerung der Europäischen Schule auf die Flächen der Sportanlage Mainwasen in EZB-Nähe und Ausgleichsflächen für die dortigen Sport- und Grünflächen an anderer Stelle zu finden. Parallel dazu soll die Sanierung und Erweiterung der ERS Priorität erhalten und erforderliche Haushaltsmittel bereitgestellt werden.

Der Ortsbeirats 8 tagt am Donnerstag, 23. Januar. um 20 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt (Saalbau Titus Forum), Walter-Möller-Platz/Nidaforum 2.

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