Preungesheim

Streit um Bänke

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Ortsbeirat diskutiert, wem die Sitzgelegenheiten nutzen.

Im Frankfurter Norden gibt es eine erneute Diskussion um Bänke. Diesmal sind es Anwohner der Homburger Landstraße in Preungesheim, die sich über Müll und nächtlichen Lärm beschweren, rund um eine Bank auf Höhe des Stadtraums und eines Asia-Imbisses.

Dort, so sagte es einer der Anwohner auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 10, würden Kunden der Imbissstube regelmäßig Abfall hinterlassen, von Plastikboxen bis hin zu Tüten. Und sobald es dunkel werde, diene die Bank als beliebter Treffpunkt für Alkohol konsumierende Jugendliche, die – je mehr Alkohol intus, desto lauter – Lärm machten.

Damit fühlten sich manche Ortsbeirats-Mitglieder an eine Diskussion aus dem Frankfurter Berg erinnert. Dort wurden 2014 sogar zwölf Bänke entfernt, wegen der nächtlichen Ruhestörer – mit der Folge, dass auch Senioren und andere mobil eingeschränkte Personen keine Sitzgelegenheiten mehr hatten. Diese Befürchtung hätte die SPD im Gremium dieses Mal auch. „Die Bänke einfach zu entfernen, das wäre keine Lösung“, so Michael Bartram-Sitzius. „Das würde die Probleme nur verlagern“, ergänzt Ayse Dalhoff (Linke). Sie schlägt daher einen Ortstermin vor, um sich – gemeinsam mit Anwohnern – ein Bild der Situation zu machen.

Das will sich fortan auch Rabab Flaga machen, die als neue Mitarbeiterin des Quartiersmanagements den angrenzenden Stadtraum betreut und „die Lage beobachten will“.

Ähnliche Diskussionen um die Aufstellung von Bänken und die Frage, wem das nutzt, gibt es seit längerer Zeit auch in Sachsenhausen am Adlhochplatz und am Matthias-Beltz-Platz im Nordend.

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