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Streik legt Lufthansa am Flughafen Frankfurt lahm

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Von: Sandra Busch

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Das Bodenpersonal von Lufthansa streikt und es gibt Flugabsagen und Buchungsprobleme.

Die Lufthansa hat am Mittwoch nahezu ihr gesamtes Flugprogramm in Frankfurt und München gestrichen. Die Gewerkschaft Verdi hatte das Bodenpersonal der Airline zum Warnstreik aufgerufen. Der Flugbetrieb der Lufthansa war nahezu lahmgelegt. Während rund 800 Beschäftigten für höhere Gehälter in Frankfurt demonstrierten, strandeten vor allem Passagiere aus dem Ausland am Flughafen und hatten kaum Möglichkeiten, noch weiterzufliegen. Schalter waren nicht besetzt, nur an den Umbuchungsschaltern bildeten sich Schlangen.

Der Warnstreik hatte am Mittwochmorgen begonnen und soll bis Donnerstag, 6 Uhr, dauern. Lufthansa fürchtet Auswirkungen noch bis zum Freitag. Es gebe allerdings bereits am Donnerstag keine planmäßigen Flugstreichungen mehr, betonte Lufthansa. Trotz der Streikdauer bis Donnerstag, früh, werde man versuchen, am Morgen wie gewohnt zu fliegen.

Am Frankfurter Flughafen wurden am Mittwoch 725 von 1160 geplanten Flügen abgesagt, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport erklärte. Damit waren auch Flüge anderer Gesellschaften betroffen, die vom Lufthansa-Bodenpersonal mitbetreut werden. Lufthansa selbst hatte die Zahl von 646 streikbedingten Flugabsagen genannt. Gestrichen wurden auch Flüge von Lufthansa-Konzerngesellschaften wie Swiss, Austria, Brussels oder Air Dolomiti.

Bereits am Dienstag hatte Lufthansa die Passagiere gebeten, sich möglichst online mit dem Unternehmen in Verbindung zu setzen, um neue Flüge oder zwischenzeitliche Unterkünfte zu organisieren. „Hier am Flughafen können wir derzeit leider kaum helfen“, sagte ein Unternehmenssprecher im Terminal. Es sei zudem wegen der meist stark gebuchten Flüge sehr schwierig, in den kommenden Tagen alternative Reisemöglichkeiten zu finden. In einzelnen Fällen könne es sein, dass Gäste mehrere Tage lang auf ihren Weiterflug warten müssten.

Bis zur Wiederaufnahme der Tarifgespräche am Mittwoch soll es keinen weiteren Streik geben, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle im ZDF-Morgenmagazin. Lufthansa-Sprecher Martin Leutke bezeichnete den Warnstreik als „unnötig, überzogen und viel zu umfänglich“. Seiten F2/F3 mit dpa

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