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Neues Vertrauen tut not: Häuser im Gebiet südlich der Platenstraße.

Platensiedlung in Frankfurt

Streetworker gesucht

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Das Jugendzentrum in Ginnheim fordert von der Stadt Frankfurt mehr Personal für Streetworking. Die Situation in der Platensiedlung sei "sehr ernst und prekär".

Das Jugendzentrum Ginnheim fordert von der Stadt mehr Personal für Streetworking. Die Situation in der Platensiedlung sei „sehr ernst und prekär“, sagte die Leiterin der Einrichtung, Ulrike Fritz, am Dienstag im Gespräch mit der FR. Mit den vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jugendzentrum und seiner Dependance in der Stefan-Zweig-Straße ließen sich die Anforderungen nicht bewältigen.

Das Sozialdezernat hatte am Montag erklärt, es wolle dem von Planungsdezernent Mike Josef vorgetragenen Wunsch nach mehr Streetworking in der in Verruf gekommenen Platensiedlung nachkommen. Dazu brauche es aber kein weiteres Personal. Denn mit dem Jugendzentrum Ginnheim sei vereinbart, dass die Einrichtung pro Woche 24 Stunden aufsuchende Sozialarbeit leiste.

Tatsächlich seien die Mitarbeiter des Jugendzentrums die vereinbarte Zeit unterwegs – etwa bei Veranstaltungen im Stadtteil oder bei Gesprächen in Familien, sagte Fritz. Klassisches Streetworking, bei dem auch nachts gearbeitet werden müsse, könnten sie aber nicht leisten, „zumal wir die Öffnungszeiten unserer Jugendtreffs nicht reduzieren wollen“. Außerdem müssten Streetworker über spezielle Qualifikationen verfügen, so Fritz. Das Jugendzentrum hat deshalb zwei Streetworker-Stellen bei der Stadt beantragt und bewirbt sich für ein Projekt „Aufsuchende Jugendarbeit“, bei dem für sechs Monate 24 Stunden pro Woche Streetworking in Ginnheim geleistet würde. 

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