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Frankfurt City Triathlon: „Es war ein sehr gutes Gefühl! Ich habe Lust auf mehr!“

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Von: Kathrin Rosendorff

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Beim Frankfurt City Triathlon waren 2500 Menschen am Sonntag (7. August) in der Innenstadt dabei. Trotz Hitze haben alle ihren Spaß.

Frankfurt – Nicht nur die Triathlet:innen schwitzen, als sie in der Knallsonne am Sonntagmittag (7. August) bereits zum vierten Mal in der Innenstadt um den Brunnen der Alten Oper rennen. Auch deren Fans, die meisten sind Familienmitglieder oder Freund:innen.

Sina sagt, auch sie schwitzt, weil sie einen straffen Zeitplan hat: Sie begleitet ihre kleine Schwester Julia (37) seit dem Start am Langener Waldsee um 6.30 Uhr. Dabei ginge es ihr nicht allein ums Anfeuern. „Ich bin erst mit dem Auto zurück nach Frankfurt, dann mit dem Rad an die Alte Oper gehetzt, denn ich soll so viele Fotos wie möglich von ihr bei den verschiedenen Stationen machen“, sagt Sina und lacht.

Frankfurt City Triathlon: Die meisten sind ambitionierte Hobbysportler

Alleine schafft sie das nicht: Ihre Mutter habe sich deswegen für noch mehr Fotos am Mainufer positioniert. Gleich muss Sina an die Hauptwache, denn dort ist das Ziel des Frankfurt City Triathlon, Laut Veranstalter sind 2500 Menschen dabei. „Die meisten sind keine Profis, sondern ambitionierte Hobbysportler“, erzählt eine Teilnehmerin. Es gibt drei verschiedene Distanzen. Die härteste ist die Mitteldistanz: Zwei Kilometer schwimmen, 80 Kilometer Rad fahren und 20 Kilometer laufen.

Geschafft! Empfang im Ziel.
Frankfurt City Triathlon: Geschafft! Empfang im Ziel © Rolf Oeser

Diese wollte Martin (46) aus Dreieich zum ersten Mal versuchen. „Aber dann hat mich Corona erwischt, ich bin erst seit ein paar Tagen wieder negativ. Das Risiko einer Herzmuskelentzündung war mir zu groß. Also habe ich entschieden, mich als Streckenwart zu melden. Besser so dabei als gar nicht“, sagt er. Und er ist da auch an der Alten Oper ziemlich gefordert. „Denn viele Passanten schauen nur aufs Handy und sehen die Absperrbänder gar nicht und laufen fast in die Triathleten rein.“

Frankfurt City Triathlon: Schnellster Mann in der Mitteldistanz ist Gregor Schreiner

Auch einem jungen Radfahrer muss er erklären, dass er doch bitte kurz absteigt und erst schaut, ob da Läufer:innen sind, bevor er weiterfährt. Der schnellste Mann bei der Mitteldistanz-Strecke ist Gregor Schreiner mit einer Zeit von 3 Stunden und 27 Minuten vom rheinland-pfälzischen Verein LLG Wonnegau. Die schnellste Frau ist Sarah Schönfelder vom Verein Triathlon Grassau im Chiemgau mit einer Zeit von 3 Stunden und 55 Minuten, damit landet sie auf Platz 14.

Sporteln und schwitzen. . Rolf Oeser
Frankfurt City Triathlon: Sporteln und schwitzen © ROLF OESER

Michelle (33) aus Gründau hat einen hochroten Kopf, als sie sich auf die Suche nach der Dusche in einem Fitnessstudio macht. Die Berufschullehrerin ist zum ersten Mal beim City Triathlon dabei und hat die Sprint-Distanz mit 750 Meter schwimmen, 28 Kilometer Rad fahren und fünf Kilometer laufen hinter sich. Sie betont, dass die Atmosphäre unter de Triathlet:innen sehr herzlich sei. „Man gönnt dem anderen. Nur beim Schwimmen war es schlimm: Da ist mancher wie ein Walross über einen drübergeschrubbt“, sagt sie und lacht. Ihre Oberschenkel hätten beim Radfahren wegen des Gegenwindes ganz schön gebrannt. Aber sonst habe es viel Spaß gemacht. Ihr Fazit: „Es war einfach geil!“

Hitze in Frankfurt: Trotzdem ist zwischen Hauptwache und Zeil viel los

Zwischen Hauptwache und Zeil riecht es nach Pommes, Pasta und Spanferkel, überall sind Foodtrucks aufgestellt. Cheerleader jubeln den Ankommenden entgegen. Überhaupt ist hier am meisten los, obwohl es in der Sonne immer heißer wird. „Ich in froh, dass wir jetzt schon durch sind. Jetzt, wo der Planet richtig brennt“, sagt Sarah Korb (31) aus Bad Nauheim, die bei der Triathlon-Abteilung der Eintracht trainiert. Sie betont: „Es war ein sehr gutes Gefühl! Ich habe Lust auf mehr!“

Mit ihrer Teamkollegin Karina Schmidt (32) aus Friedberg will sie sich jetzt „auf jeden Fall was gönnen“. Das hätten sie sich jetzt so etwas von verdient. „Ich glaube ich gönne mir Pizza“, sagt Korb. (Kathrin Rosendorff)

Erste Triathlon-Erfahrungen konnten Kindern zuletzt in Frankfurt sammeln.

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