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Die Radler im Regen ? im vergangenen Jahr.

Radfahren in Frankfurt

Sternfahrt in den Stadtwald

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Die Radinitiative Frankfurt-West veranstaltet ihren zweiten großen Ausflug durch den Westen der Stadt. Dazu benötigt sie noch Tourenleiter.

Radler aus neun westlichen Stadtteilen fahren am Sonntag, 17. Juni, gemeinsam durch den Stadtwald. Das ist die Idee der Radinitiative Frankfurt West, die gemeinsam mit dem Caritas-Quartiersmanagement Unterliederbach zum zweiten Mal ihre „Radtour de West“ veranstaltet.

Nachdem die Tour im vergangenen Jahr einfach so durch den Westen geführt hat, wollen die Verantwortlichen dieses Mal eine Sternfahrt nach Höchst organisieren. Dort, an der Mainfähre an der Batterie-Straße unterhalb des Schlosses, startet um 14 Uhr die eigentliche Tour. Von dort geht es mit der Fähre über den Main, dann zur Schwanheimer Düne und weiter in den Stadtwald.

„Wir wollen ein gemeinsames Erlebnis schaffen“, berichtet Uwe Eisenmann, einer der Organisatoren. Parteiübergreifend seien alle eingeladen mitzufahren, sagt Eisenmann, der als parteiloses Mitglied im Ortsbeirat 6 sitzt. Er hat die Bürgerinitiative Frankfurt West gegründet, aus der die Radinitiative hervorgegangen ist.   Die suche auf ihren Touren sonst nach Schlaglöchern und anderen Mängeln auf Radlerstrecken. Daneben würde die Gruppe auf Mängel im Radwegnetz aufmerksam machen. Bei der Radtour de West gehe es jedoch vor allem darum, „Leute zusammenzubringen, die sich noch nicht kennen“. 

Die Unterliederbacher Quartiersmanagerin, Marja Glage, sagt: „Wir wollen Menschen ansprechen, die bisher noch keinen Kontakt zum Ortsbeirat hatten.“ Daneben solle unter den Teilnehmern ein „Bewusstsein für den Frankfurter Westen über den Tellerrand des eigenen Stadtteils“ hinaus geschaffen werden.

Angesprochen sind übrigens nicht die „Kilometer-Fresser“, wie Uwe Eisenmann sagt. Es soll gemächlich zugehen. Geplant sind mehrere Pausen auf der etwa 18 Kilometer langen Strecke. Die wird Manfred Ehret, einer der Gründer der Radinitiative, nutzen, um den Teilnehmern im Stadtwald markante Punkte der Frankfurter Wassergewinnung zu zeigen, darunter das Pumpwerk Hinkelstein. 

Früher ist der Pensionär in der Wachleitung der Nieder Feuerwehr gewesen. Er kennt sich gut mit den Wasseradern im Forst aus und verspricht eine „spannende Tour“. „Ich bin mir sicher, die wenigsten wissen, woher ihr Wasser kommt“, sagt Ehret. Neben dem komplexen System der Wasserversorgung, deren Geschichte ins 17. Jahrhundert zurückreiche, will er über die Mainwasser-Aufbereitung informieren, bei der Wasser aus dem Main geschöpft und im Wald zum Versickern gebracht wird, um den Grundwasserspiegel anzuheben.

Viele würden über den Frankfurter Westen schimpfen, sagt Ehret. Mit der Rundfahrt will die Initiative ihre Umgebung „von einer anderen, liebenswerten Seite zeigen“. Nach der Zieleinfahrt in Höchst soll es in der Robert-Koch-Schule zum Ausklang einen kleinen Imbiss geben und die Möglichkeit, die Übertragung des WM-Spieles anzusehen.

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