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Die neue Mercedes-Welt kostete 55 Millionen Euro.
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Die neue Mercedes-Welt kostete 55 Millionen Euro.

Mercedes am Kaiserlei

Ein Stern über dem Kaiserlei

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Mercedes eröffnet die zentrale Niederlassung für Rhein-Main im Grenzgebiet zwischen Offenbach und Frankfurt. Der Kaiserlei wandelt sich.

Schon von weitem ist das neue Paradies für Autoliebhaber zu erkennen. Ein sechzehn Meter hoher Mercedes-Stern dient als Wahrzeichen für die neue zentrale Niederlassung Frankfurt/Rhein-Main des Autohauses im Kaiserlei. Bei der Eröffnung sprach der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche, jetzt von nicht weniger als dem „Autohaus der Zukunft“. Rund 55 Millionen Euro investiert der Konzern in die neue Autolandschaft an der Grenze zwischen Frankfurt und Offenbach.

Schon 2011 hatten die damalige Frankfurter OB Petra Roth (CDU) und ihr Offenbacher Amtskollege Horst Schneider (SPD) die Pläne für das 26500 Quadratmeter große Grundstück präsentiert. Sie sind nur ein Beispiel für den städtebaulichen Umbruch, der sich am Kaiserlei vollzieht. In den nächsten Jahren soll der völlig überlastete alte Verkehrskreisel verschwinden und durch eine Folge von Kreuzungen ersetzt werden. Die Stadt Offenbach gewinnt so wertvolles neues Bauland, das bisher vom Kreisel umschlossen ist.

In einem gemeinsamen Rahmenplan, auf den sich die Städte Frankfurt und Offenbach 2013 verständigt hatten, wird die Zukunft festgeschrieben. Es wird eine durchaus lärmintensive sein: Wohnungen dürfen an der Schnittstelle beider Städte nicht mehr gebaut werden. Seit der Eröffnung der neuen Landebahn des Rhein-Main-Flughafens gehören große Teile des Kaiserleis wegen des Fluglärms zum Siedlungsbeschränkungsgebiet.

Die planerische Konsequenz ist für die Politiker beider Städte, sich künftig auf neues Gewerbe im Kaiserlei zu konzentrieren.

Dazu gehört die neue Mercedes-Welt mit nicht weniger als 400 Beschäftigten. Auf 4000 Quadratmetern werden in der Neuwagenausstellung in einer zwölf Meter hohen Halle 40 neue Limousinen und Sportwagen dargeboten, auf weiteren 10 000 Quadratmetern und drei Stockwerken gibt es 500 Gebrauchtwagen zu kaufen.

Der Service- und Teilebereich umfasst weitere 5000 Quadratmeter und bietet 44 Plätze zur Reparatur von Autos. Eine besondere Betreuung erfahren die stolzen Besitzer von Mercedes-Oldtimern.

Für die neue zentrale Autolandschaft genau an der Gemarkungsgrenze beider Städte schließt Mercedes drei alte Filialen in Frankfurt und Offenbach. Es sind dies die Dependancen Hanauer Landstraße 121 und 425 in Frankfurt sowie in Offenbach die Niederlassung Daimlerstraße 27.

Damit die Autoliebhaber Mercedes auch mit dem Auto erreichen können, zweigt jetzt eine „Kaiserleipromenade“ von der Berliner Straße ab. Der architektonische Entwurf stammt vom Offenbacher Architekturbüro ATP. Es geht auf das 1959 in Offenbach gegründete renommierte Architekturbüro von Fritz Novotny und Arthur Mähner zurück.

700 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur haben die Eröffnung der neuen Mercedes-Welt gefeiert. Zwischen der neuen Kaiserleipromenade, der Berliner Straße im Süden und der Strahlenbergerstraße im Norden sieht der Rahmenplan das neue Herzstück des Kaiserleis vor. Hier dürfen auf Offenbacher Gemarkung kleine Bürohochhäuser bis zu einer Höhe von 45 Metern entstehen. Der Brüsseler Platz wird das Zentrum des neuen Quartiers sein.

An der Schnittstelle der Strahlenbergerstraße mit der Autobahn A661 geht es dann höher hinaus: Hier soll ein „Hochhauscluster“ mit drei Bürotürmen zwischen 75 und 110 Metern Höhe gebaut werden. Zwei weitere Hochhäuser im Westen an der Strahlenbergerstraße und im Norden an der Kaiserleibrücke markieren städtebaulich den Eingang in das neue Quartier. Für die Stadt Offenbach, die über wenig Entwicklungsfläche verfügt, ist dieses Quartier von hoher politischer Bedeutung.

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