Voltaire

Stephan Hebels Blick schweift

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Der FR-Autor spricht in der „aktuellen Stunde“ über die Europawahl und mehr.

Es gebe so viel zu besprechen, damit könne man auch drei Stunden füllen, beginnt Stephan Hebel am Donnerstagabend im Frankfurter Club Voltaire seine „aktuelle Stunde“. „Aber damit sind Sie sicher einverstanden“, scherzt Hebel. Das Publikum stimmt klatschend zu. Der Raum ist komplett gefüllt. In entspannter Atmosphäre sitzt das Frankfurter Publikum bei dem einen oder anderen Glas Bier oder Apfelwein zusammen und hört dem FR-Autor bei seiner Einschätzung der jüngsten politischen Ereignisse zu.

Von den vielen Themen, die Hebel im Laufe des Abends noch behandeln wird, wählt er zu Beginn ausgerechnet den Grüne-Soße-Tag. Die Weltrekordaktion, die ebenfalls am Donnerstag in Frankfurt stattfand, sei ein Zeichen dafür, „wie engagiert die Frankfurter sind“, sagt er ironisch. Von der Umweltdezernentin und Schirmherrin des Grüne-Soße-Tages, Rosemarie Heilig, und der Farbe des Frankfurter Leibgerichts spannt Stephan Hebel den Bogen zum nächsten Thema. Vom Stichwort „grün“ und „Heilig“ zur Europawahl. „Wir stehen ja schließlich kurz vor einer Heiligsprechung der Grünen“, findet Hebel.

Als Nächstes nimmt sich Hebel die SPD vor und ist sich sicher, für die Partei wäre es das Beste, sie trete aus der großen Koalition aus. Wie viele andere Mitglieder ihrer Partei habe auch Andrea Nahles den Spagat zwischen Groko und einer Neuorientierung der SPD versucht und sei daran gescheitert.

Einen Lichtblick sieht Hebel in Bremen: „Wir dürfen die Idee eines Linksbündnisses nicht aufgeben.“ Außerdem stimme ihn der Klimastreik „Fridays for Future“ optimistisch. Der Schülerbewegung müsse es aber gelingen, sich zu politisieren, um auch künftig erfolgreich zu sein.

Im weiteren Verlauf des Abends spricht Hebel von Kurz und Strache, Merz und Kramp-Karrenbauer, von Dänemark, von Israel. Die anschließende Diskussionsrunde ist angeregt und greift beinahe alle Themen der letzten Stunde noch einmal auf. Zum Schluss kommt die Sprache wieder auf die Jugendlichen der Fridays-for-Future-Bewegung. Viele im Publikum äußern Skepsis, ob die oft als apolitisch bezeichnete Jugend wirklich für eine nachhaltige Veränderung der Politik sorgen könne. Hebel widerspricht: „Ich sage Ihnen, es gibt immer Potenzial für eine Veränderung.“

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