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Carl-Philipp zu Solms-Wildenfels.
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Carl-Philipp zu Solms-Wildenfels.

Magistrat

AfD stellt Stadträte

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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14 ehrenamtliche Mitglieder hat der Magistrat. Auch die AfD stellt Stadträte. Mit Carl-Philipp Graf zu Solms-Wildenfels sitzt nun auch ein Rennbahn-Freund im ehrenamtlichen Magistrat.

Für die politischen Parteien sind sie wichtige Werbe- und Sympathieträger: die 14 ehrenamtlichen Mitglieder der Stadtregierung. Sie übernehmen bei Empfängen und anderen Veranstaltungen der Stadt repräsentative Aufgaben. Am Donnerstagabend im Stadtparlament wurden die 14 Positionen gewählt. Entscheidend war dabei, welche Zustimmung die Listen der einzelnen Parteien erhielten.

Der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) gelang ein politischer Coup. Da sie von den Bürgern für Frankfurt (BFF) von Wolfgang Hübner unterstützt wurde, kam tatsächlich Carl-Philipp Graf zu Solms-Wildenfels in den ehrenamtlichen Magistrat.

Das ist eine besondere Ironie. Denn der Graf führt derzeit den Rennklub Frankfurt an, der hartnäckigen Widerstand gegen die Aufgabe der alten Galopprennbahn in Niederrad leistet. Das heißt: Ein Mann, der die Kommune in nicht weniger als neun Prozesse verstrickt hat, ist jetzt Mitglied der Stadtregierung. Er muss nun eigentlich die Politik der Stadt vertreten.

Neben dem 36-jährigen Grafen kam für die AfD der 71-jährige Rentner Hartmut Daubert in den Magistrat.

Der CDU gelang es, vier Personen in das ehrenamtliche Gremium zu entsenden. Neu ist die 42-jährige frühere Stadtverordnete Albina Nazarenus-Vetter. Sie war bei der Kommunalwahl nicht wieder ins Stadtparlament gelangt, wird aber nun mit der Magistratsposition entschädigt.

Flughafenausbaugegnerin gewählt

Vertraute CDU-Vertreter sind der 73-jährige Bankier Lutz Raettig, schon seit 2006 ehrenamtlicher Stadtrat, und der 61-jährige Bernd Heidenreich. Der Direktor der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung sitzt seit Dezember 2009 im Magistrat. Der vierte CDU-Repräsentant ist Kreislandwirt Matthias Mehl.

Für die Sozialdemokraten wurde eine bekannte Flughafenausbaugegnerin gewählt: die 70-jährige Steuerberaterin Ursula Fechter. Sie ist nicht Mitglied der SPD und gehörte 1998 zu den Gründungsmitgliedern der Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen eine neue Landebahn (BIS). Fechter saß früher schon für die Flughafenausbaugegner (FAG) lange im ehrenamtlichen Magistrat. Für die Sozialdemokraten kamen außerdem wieder die 60-jährige Elke Sautner und der 70-jährige gebürtige Spanier Eugenio Munoz del Rio in den Magistrat.

Die Grünen entsenden die 51-jährige frühere Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg und den 69-jährigen Steuerberater Claus Möbius.

Für die Linken gelangte Margarete Wiemer in die Stadtregierung, die Personalratsvorsitzende der Städtischen Kliniken in Höchst. Außerdem kam Carmela Castagna in den Magistrat.

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