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Lego-Konkurrenz für die Frankfurter Skyline.

Architekturmuseum

Stein auf Stein auf Stein auf Stein

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Nirgends wird so schön gebaut wie auf der Lego-Baustelle im Architekturmuseum.

Auf dem Weg ins Paradies wird Spannung aufgebaut. Erst wenn es jemand freiwillig wieder verlässt, dürfen weitere Menschen hinein – das könnte also dauern. Gut, dass es im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt leckeren Kuchen im Café gibt. Der überbrückt die am Ende doch gar nicht so schrecklich lange Wartezeit jenes Winterferientages, an dem ein Vierjähriger und seine Mutter die traditionell zu Ferienzeiten geöffnete Lego-Baustelle für sich entdeckten.

In den Sommerferien ist sie nun auch wieder für alle mindestens vier Jahre alten Menschen geöffnet, die schon immer gerne Stein auf Stein gesetzt haben. Und auffällig viele derjenigen, die teils über Stunden hinweg konzentriert konstruieren, sind deutlich über vier Jahre alt. Während einige der jüngsten Besucherinnen und Besucher, wenn gerade keiner guckt, auch mal verbotenerweise ein Vollbad in den riesigen Kisten voller Legosteine nehmen, zeigen sich andere als wahre Talente der Ingenieurskunst und Architektur.

Ob voll- oder minderjährig, alleine oder im Teamwork: Da werden die prächtigsten Paläste entworfen und meterhohe Wolkenkratzer gebaut, die der Frankfurter Skyline bestens zu Gesicht stünden. Auf einem großen Podest in der Raummitte werden die fertigen Bauwerke ausgestellt oder über Nacht von jenen verwahrt, die am nächsten Tag gleich wiederkommen und weiterbauen wollen.

Das Schöne an der Lego-Baustelle sind aber nicht nur die Ehrgeiz weckenden Vorbilder der Mitbauenden. Besonders zweckdienlich ist vor allem die Fülle an gut sortiertem Material.

Während im heimischen Kinderzimmer manches Mal der Frust wächst, wenn für eine ausgeklügelte Bauanleitung auch nach langem Kramen in der Kiste ein passender Spezialbaustein nicht mehr auffindbar ist, hat man im Architekturmuseum alles, was man braucht: Abertausende Steine in den relevanten Formen und Größen, säuberlich getrennt in den Grundfarben rot, gelb, blau sowie schwarz und weiß aufbewahrt.

Für Fans der robusten Stecksteine ist es also wirklich das Paradies. Kann gut sein, dass so manche Vier- oder Mehrjährigen einen großen Teil der Sommerferien dort verbringen werden.

Mitbauen

Die Lego-Baustelle im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt, Schaumainkai 43, ist noch bis zum 11. August, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, für Baustein-Fans ab 4 Jahren geöffnet. Gruppen müssen sich vorab anmelden, telefonisch unter 069 / 212 479 11 oder per E-Mail an dam.vermittlung@stadt-frankfurt.de.

Der Eintritt kostet drei Euro. Erwachsene können mit einem Kombiticket für neun Euro auch die aktuellen Ausstellungen (zum Neuen Frankfurt, bengalischer Architektur und Architekturbild 2019) besuchen. Geflüchtete und Menschen mit Frankfurtpass oder Ferienkarte zahlen nur einen Euro.

Ambitionierte können sich an wechselnden Themenwettbewerben betei-ligen: Bis zum 26. Juli läuft „Lass dich treiben – Mit deinem Hausboot über den Main“ und vom 27. Juli bis 11. August sind unter dem Motto „Berühmt berüchtigt“ Wahrzeichen aus aller Welt gefragt.

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