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Stefan Majer ist gefragt.
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Stefan Majer ist gefragt.

RÖMERBRIEFE

Stefan Majer rettet Frankfurt

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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  • Sandra Busch
    Sandra Busch
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So manche Beziehung hat gelitten in den vergangenen Wochen. Nun braucht es Stefan Majer. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: Rode ist gesperrt. Wen soll Hütter gegen Leverkusen aufstellen?

Busch: Stefan Majer.

Leppert: Und wenn rauskommt, dass Annalena Baerbock als Studentin Bier aus pfandfreien Dosen getrunken hat und die Dinger anschließend in die Elbe geworfen hat – wer wird dann Kanzlerkandidat der Grünen?

Busch: Stefan Majer.

Heute müssen wir mal sagen: Respekt, Stefan Majer. Vor ein paar Monaten noch haben wir den Frankfurter Gesundheitsdezernenten an dieser Stelle damit aufgezogen, weil er sich in Sachen Corona bei jeder Entscheidung beim Land rückversichern wollte. Und heute? Muss er sich bei niemandem rückversichern, wenn er Kämmerer oder Verkehrsdezernent werden will. Oder auch Sozial- und Kirchendezernent. Oder wenn er Gesundheits- und Personaldezernent bleiben will. Ganz Frankfurt steht ihm offen. Zumindest ist Majer für alle diese Posten im Gespräch. Auch als die FR dieser Tage öffentlich spekulierte, wer welchen Posten bekommen könnte, hieß es immer: Majer, Majer, Majer.

Der Politiker der Grünen zitiert im Internet Immanuel Kant: „In schwierigen Zeiten gibt es eine gewisse Pflicht zur Zuversicht.“ Das finden wir auch. Wir sind zuversichtlich, dass Majer noch viel mehr kann, als nur ungefähr sieben oder acht Dezernate zu übernehmen. Wir hätten da ein paar Ideen, wie er sich um Frankfurt verdient machen könnte. Als eine Art Beziehungstherapeut.

Stefan Majer rettet die Beziehung zur CDU: Man kann die CDU schon verstehen. Da arbeiten die Christdemokraten 15 Jahre lang eng mit den Grünen zusammen – und werden dann abserviert. Eine Ampelkoalition mit Volt soll es geben, na besten Dank auch, und beim digitalen Parteitag wurde die CDU kaum erwähnt. Jamaika sei keine Option, hieß es da nur. So geht das nicht. Majer muss CDU-Parteichef Jan Schneider und Kämmerer Uwe Becker offiziell danken. Und vielleicht macht er ihnen noch ein schönes Fotobuch als Erinnerung an die gemeinsame Zeit. An damals, als man zusammen Häuser inmitten der Natur geplant und Linken-Anträge zur Sperrung des Mainkais abgelehnt hat – und noch viele andere Sachen getan hat, die die Basis der Grünen heute eher nicht so schön findet.

Stefan Majer rettet die Beziehung zur Linken: Die Linken kann man auch verstehen. Sagen im Fragebogen, den die Grünen ausgeteilt haben, überall: Machen wir mit, klar, ist Konsens … und dann kommen sie doch nicht in die Koalition. Aber Majer wird sie einbinden in die Stadtregierung. Wenn Eltern demnächst wieder Kita-Gebühren bezahlen müssen und auch der Schwimmbadbesuch für die Jüngsten nicht mehr kostenlos ist, darf das Michael Müller (Linke) bekanntgeben. Mit Foto in der Pressemitteilung.

Stefan Majer rettet die Beziehung zu Peter Feldmann: Die Grünen und der OB … wird das noch mal was? Klar, sagt Majer. Als Verkehrsdezernent setzt er ein Teambuilding an. Feldmann und die Fraktion der Grünen buddeln gemeinsam am Tunnel für die U5 – und anschließend erzählt man sich beim Bier die besten Witze über Staatsanwälte.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter: www.fr.de/roemerbriefe

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