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Stauwarnung für den Osten von Frankfurt

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Von: Oliver Teutsch

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Die Ratswegbrücke wird monatelang saniert / Größtes von 90 Projekten im Jahr 2022. Zwei neue Querungen für die Eschersheimer Landstraße. Auch im Osthafen wird saniert.

Der Berufsverkehr im Frankfurter Osten wird ab Ende des Monats auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Ab dem 28. März wird die stark befahrene Ratswegbrücke saniert und deswegen zunächst für mehrere Monate zur Einbahnstraße in Richtung Süden, bevor sie in den Sommerferien vollständig gesperrt werden muss. Das 163 Meter lange Bauwerk aus dem Jahr 1983 sei baulich in einem ungenügenden Zustand, erklärte Nicole Vogel, zuständige Ingenieurin für Brücken beim Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE). Neben dem Autoverkehr muss dann auch die Linie 12 der Straßenbahn umgeleitet werden. Die Kosten für den Umbau, der bis September abgeschlossen sein soll, liegen Vogel zufolge bei 4,5 Millionen Euro.

Die Sanierung der Ratswegbrücke ist die größte von insgesamt 90 Baumaßnahmen des ASE in diesem Jahr. Bevor Amtsleiterin Michaela Kraft am Donnerstag einen Überblick über die Baumaßnahmen gab, nutzte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) die Gelegenheit für ein paar grundsätzliche Statements. So stünden aufgrund des städtischen Haushalts in diesem Jahr nur 20 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung (2021: 25 Millionen). Das Thema Brückenbau genieße aber Priorität. „Da wird nicht gespart“, betonte Majer.

So soll im Anschluss an die Sanierung der Ratswegbrücke der Abriss der Cassella-Brücke erfolgen, die schon seit 2019 aufgrund ihres maroden Zustands gesperrt ist.

Über zusätzliche Brücken beziehungsweise Querungsmöglichkeiten dürfen sich in naher Zukunft die Menschen im Stadtteil Dornbusch freuen. Sowohl auf Höhe des Marbachwegs als auch auf Höhe des Sinaiparks sollen noch in diesem Jahr oberirdische Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. Die viel frequentierte A-Strecke der U-Bahn werde dafür in den ersten beiden Wochen der Sommerferien voll gesperrt.

Überhaupt sollen die Sanierungsmaßnahmen mehr als früher den Menschen nutzen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Darauf werde sowohl bei der Sanierung der Ratswegbrücke als auch beim Umbau der Kreuzung Lyoner Straße/Schwanheimer Ufer geachtet. Wer vom Mainufer in das Lyoner Quartier oder umgekehrt möchte, muss zukünftig nicht mehr die Brücke passieren, sondern kann dann die Kreuzung nutzen. Der Umbau dort hat schon begonnen.

Verkehrsdezernent Majer ging am Donnerstag auch auf die zuletzt geäußerte Kritik aus der Wirtschaft ein, wonach Straßen für die Industrie bei der Sanierung stiefmütterlich behandelt würden. So sollen spätestens Anfang 2023 rund 8,7 Millionen Euro in die Franziusstraße im Osthafen investiert werden. Anschließend stünden die Carl-Benz-Straße und die Daimlerstraße in Fechenheim auf dem Sanierungsplan.

Majer räumte aber ein, dass dies dauern könne, da grundsätzlich weniger Geld zur Verfügung stehe und das Bauen wegen steigender Kosten und Rohstoffengpässen immer teurer und zeitaufwendiger würde.

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