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Der Unfallwagen nach einem Crash in der Oskar-von-Miller-Straße.Foto: dpa
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Der Unfallwagen nach einem Crash in der Oskar-von-Miller-Straße.Foto: dpa

Verkehr

Statistik: Weniger Verkehrsunfälle in Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Doch die Statistik für 2020 zeigt auch negative Entwicklungen. Mehr illegale Autorennen und Unfälle mit Pedelecs und E-Scootern.

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Frankfurt ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Insgesamt ereigneten sich nach Angaben der Polizei 17 940 Unfälle im Stadtgebiet und auf den Autobahnen und damit rund 21 Prozent weniger als 2019. Auch die Zahl der gestorbenen Personen ging im selben Zeitraum von 22 auf 15 zurück. Die laut Polizei erfreuliche Entwicklung ist auf die Pandemie und das dadurch gesunkene Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Allerdings gab es im vergangenen Jahr auch Entwicklungen im Straßenverkehr, die der Polizei Sorge bereiten.

So nahm etwa der Verdacht auf illegale Autorennen in der Stadt zu. 2018 hatte es deswegen drei Strafanzeigen gegeben, 2019 schon sieben und im vergangenen Jahr zehn. In einem Fall ging es dabei um den tragischen Tod zweier Menschen in der Oskar-von-Miller-Straße. Gegen den Fahrer, der immer noch in Untersuchungshaft sitzt, wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Weniger Autos

Die Geschwindigkeitsmessungen erfassten 2019 noch 1 309658 Fahrzeuge, 2020 nur noch 917 163. Die Zahl der registrierten Verstöße sank von 74 332 auf 43 180.

Die Zahl der Unfälle mit Autos ging daher auch um mehr als 20 Prozent auf 14 365 zurück. Auch die Zahl der verletzten Personen gibt stark zurück. 50 Personen wurden schwer (2019:88) 836 leicht verletzt (1155) ote

Zugenommen haben auch die Unfallzahlen in Verbindung mit Pedelecs und E-Scootern. Mit Elektrorollern wurden im vergangenen Jahr 118 Unfälle registriert, bei denen sich 83 Personen verletzten. In mehr als zwei Dritteln der Fälle hatten dabei laut Polizei die Personen auf den Rollern die Unfälle verursacht. Die häufigsten Unfallursachen seien dabei das Fahren unter Alkoholeinfluss und das verbotene Fahren auf Gehwegen. Dies waren gleichzeitig auch die häufigsten Verstöße, dazu kam das Fahren mit zwei oder mehr Personen sowie das verkehrsbehindernde Abstellen der E-Scooter.

Stark zugenommen hat auch die Zahl der Unfälle mit Pedelecs (Pedal Electric Cycles). 2019 kam es zu 73 Unfällen, 2020 schon zu 97. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Zahl der Unfälle häuft, weil es auch immer mehr Pedelecs im Straßenverkehr gibt. Allerdings stieg auch die Zahl der schwächer motorisierten E-Bikes stark an, ohne dass es zu einer nennenswerten Häufung der Unfallzahlen gekommen ist.

Da auch immer mehr Menschen mit Fahrrädern unterwegs sind, hat auch hier die Zahl der Unfälle entgegen dem Gesamttrend nicht abgenommen, sondern blieb gleich (1162). Die Zahl der verletzten Radfahrenden ist dabei sogar leicht von 845 auf 855 gestiegen. Dafür sank die Zahl der schwer verletzten Radfahrerinnen und Radfahrer von 120 auf 114.

Bei der Zahl von Unfallfluchten zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Zwar ging deren Anzahl gegenüber 2019 um fast 20 Prozent auf 6101 zurück. In den Fällen, in denen Schwerverletzte im Spiel waren, nahm die Zahl der Personen, die sich vom Unfallort entfernten, aber von 16 auf 27 zu. Im Kampf gegen Unfälle hat die Frankfurter Polizei für Mittwoch erstmals einen „Tag der Verkehrssicherheit“ initiiert, bei dem es zahlreiche Kontrollen im Stadtgebiet geben soll.

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