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Der Paul-Arnsberg-Platz gegenüber der EZB ist vielen Anwohnern zu grau und trist. Um zu demonstrieren, dass etwas passieren muss, stellten sie im Sommer 2017 Pflanzen und Sitzgelegenheiten auf.

Ostend

Startschuss für Paul-Arnsberg-Platz

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Das Stadtparlament beschließt die Umgestaltung. Bürger sollen bei der Neuplanung einbezogen werden.

Die Weichen sind gestellt, dass der Paul-Arnsberg-Platz umgestaltet werden kann. Das Stadtparlament hat am Donnerstag eine Vorlage beschlossen, das dreieckige Areal an der Europäischen Zentralbank weiterzuentwickeln – unter Beteiligung der Bürger. Die Stadtverordnetenversammlung folgt damit einer Forderung des Ortsbeirates 4. Ziel ist es, den Platz an die Folgen der Klimaerwärmung anzupassen.

Zunächst müsse geklärt werden, wer die Verantwortung für das Projekt übernimmt, sagt Janina Teresa Steinkrüger vom Umweltdezernat. Im Sinne von „Green City Frankfurt“ werde eine Zusammenarbeit von Umwelt- und Planungsdezernat angestrebt. Derzeit gehöre die Fläche noch zum Verkehrsdezernat und müsse übertragen werden.

Zudem müsse Geld für die Planung eingestellt werden, so Steinkrüger. Im städtischen Haushalt 2019, der am Donnerstag eingebracht worden ist, seien keine Mittel enthalten. Sie könnten jedoch nachträglich angemeldet werden. Nach dem Willen des Umweltdezernats soll möglichst zeitnah mit der Planung begonnen werden. Auch, um ein Zeichen zu setzen, dass Klimaanpassung nicht nur bei Neubauvorhaben, sondern auch bei Nachverdichtung im Bestand möglich ist, sagt die Referentin. Funktioniere dies am Arnsberg-Platz, könne es als eine Art Pilotprojekt auf andere Plätze übertragen werden.

Bis wann die Fläche an der Rückertstraße umgestaltet wird, konnte Steinkrüger nicht sagen. Die städtischen Planer gingen jedoch von etwa fünf Jahren aus – auch, weil es noch kein Geld für eine Verschönerung gibt. „Es kann aber auch schneller gehen.“

Die Initiative PAPI des Vereins L(i)ebenswertes Ostend ist begeistert, dass die Stadtverordneten das Projekt vorantreiben wollen. „Es war nicht zu erwarten, dass das im ersten Anlauf schon klappt“, sagt Sprecherin Gudrun Schmidt erfreut. Seit anderthalb Jahren beschäftigt sich die Gruppe mit der Umgestaltung. Mit Anwohnern hat sie Vorschläge erarbeitet. Darin geht es etwa um mehr Grün, Wasserspiele für Kinder und schattige Sitzgelegenheiten (die FR berichtete).

Die Initiative hofft, dass die Stadt bei der Planung nicht wieder bei Null anfängt, sondern „unsere Arbeit als Basis verwendet“, sagt Schmidt. Dann könne diskutiert werden, was umgesetzt werden kann. Im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, wo über den Platz beraten worden ist, hatten Vertreter der Initiative für die Begrünung des Areals geworben. Sie verteilten sogenannte PAPI-Plätzchen: Backwerk in Form des Arnsberg-Platzes mit grünem Zuckerguss.

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