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Das Bauareal, im Hintergrund Nachbar Nike.

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Neues Domizil für Eintracht Frankfurt

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Eintracht Frankfurt kann endlich mit dem Bau eines neuen Domizils für die Profiabteilung beginnen. Die Fertigstellung ist Ende 2020 geplant.

Nach monatelangem Warten haben jetzt die Bauarbeiten für das neue Domizil der Profis von Eintracht Frankfurt begonnen. Der sichtlich zufriedene Marketing-Vorstand Axel Hellmann präsentierte am Freitag die Baupläne und das Modell. „Wir sind froh, dass es endlich losgeht.“ Die Stadt Frankfurt hatte den Verein seit vergangenem Herbst wegen des notwendigen Erbpachtvertrags und einer Baugenehmigung warten lassen. Die Baugenehmigung sei nun am Montag erteilt worden, beim Erbpachtvertrag geht es laut Hellmann nur noch um Formalitäten.

Vorgesehen sind auf dem Gelände zwischen Otto-Fleck-Schneise und Mörfelder Landstraße drei Gebäude. Ein flaches Parkdeck, ein viergeschossiges Gebäude für die Geschäftsstelle und die Administration sowie ein Komplex für die Aktiven, in dem weder Schlafräume noch ein kleiner Kino-Saal für Taktikschulungen fehlen sollen. Das Gebäude sei „nicht protzig“, sondern „verkörpert eine gewisse Würde und gibt dem Klub einen Grund Stolz zu sein“, versprach Hellmann. Aktuell haben die Eintracht-Profis hingegen wenig Grund, auf ihr Domizil stolz zu sein. Wegen Schimmelbildung mussten die Profis ihre ohnehin beengten Räumlichkeiten aufgeben und ziehen sich in den Spieltagskabinen um, für die Mannschaftsbesprechung wird in eine der Logen ausgewichen. „Infrastrukturell sind wir eher zweitklassig unterwegs“, gestand Hellmann. Das soll sich mit dem neuen „Profi-Camp“ ändern. Bei Bedarf kann dann sogar das Getingel in Hotels vor den Spieltagen entfallen.

Im Vordergrund links das Gebäude für die Profis, rechts daneben die Geschäftsstelle.

Die Größe des komplett fremdfinanzierten Bauprojekts sei durchaus perspektivisch ausgelegt. Anders als das Domizil des Vereins am Riederwald, das größer hätte geplant werden müssen, wie Hellmann einräumte: „Der Boom war nicht vorhersehbar.“ Die derzeit 180 Mitarbeiter der Profiabteilung finden in dem neuen Zuhause jedenfalls locker Platz, Außenstellen wie etwa in Dreieich können aufgegeben werden. Das „viele Orte-Prinzip“, unter dem die Eintracht derzeit etwas leide, falle weg. Geplant wurde das Bauprojekt von Albert Speer und Partner. Architekt Axel Bienhaus, selbst Eintracht-Fan, versprach begrünte Dachterrassen und eine Farbgebung, die den traditionellen Farben des Vereins schon sehr nahe komme. Schwarz und Weiß seien wegen der hohen Anforderungen im Wald zwar nicht möglich, aber immerhin cremefarben und anthrazit, auch wenn sich das schwerer besingen lässt.

„Völlig offen“ ist laut Hellmann noch, ob nach der Fertigstellung Teile des Vereins vom Riederwald in den Stadtwald umsiedeln. Sinnvoll wären dafür auf alle Fälle weitere Trainingsplätze, denn das neue Profi-Camp selbst verfügt nur über einen kleinen Nebenplatz. Hellmann ließ aber durchblicken, dass die Eintracht durchaus noch Interesse an weiteren Flächen im Stadtwald hat. Keine Überlegung war es, auf dem neuen Gelände eine Indoor- Halle zu errichten. Eine solche sehe bereits der Bauplan des DFB für dessen Camp an der ehemaligen Galopprennbahn vor, das Luftlinie nur 500 Meter entfernt ist. Hellmann ist sich sicher, dass die Eintracht die Halle des DFB mitnutzen darf.

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