Wirtschaft

Start-ups klagen über hohe Mieten in Frankfurt

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Zufriedenheit von Start-ups mit ihrer Situation in Frankfurt sinkt. Das hat auch mit der Lage auf dem Wohnungsmarkt zu tun.

Nur gut die Hälfte der für eine bundesweite Studie befragten Start-ups aus Frankfurt und Region ist mit den Bedingungen am Standort zufrieden. Das sind neun Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr. Im Schnitt liegt die Zufriedenheit bundesweit zudem mit 61 Prozent deutlich höher.

Ein Grund für die sinkende Zufriedenheit der Entrepreneure ist nach der Untersuchung, die der Bundesverband Deutsche Startups und die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit der Uni Duisburg-Essen erstellt haben, der schwierige Zugang zu Finanzierungen, insbesondere zu Risikokapital. „Ausgerechnet am größten Finanzplatz Deutschlands haben junge Unternehmer es besonders schwer, an Kapital zu kommen“, wundert sich Daniel Spengemann, Leiter der PwC-Start-up-Initiative Next Level in der Rhein-Main-Region. Dies habe sich in der Corona-Krise noch verstärkt, da sich viele Häuser, die Wagniskapital vergeben, gerade auf ihr bestehendes Portfolio konzentrierten.

Ein zweites Ärgernis für die Start-ups in Frankfurt und Region ist der Studie nach die angespannte Situation auf dem Immobilienmarkt. Nur 39 Prozent sind mit der Verfügbarkeit von bezahlbaren Büros am Standort zufrieden. Sie beklagen überdies die hohen Mieten für Wohnraum.

Bei PwC sieht man die abgesunkene Bewertung Frankfurts als Warnhinweis, auf den die öffentliche Hand reagieren sollte, „um die Region für technologieaffine Jungunternehmen wieder attraktiver zu machen“. Es gebe vieles, an das sich anknüpfen lasse. Gut seien etwa die Nähe zu Unis, das Netzwerk zu anderen Gründer:innen, der Zugang zu Mentor:innen und die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal.

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