Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Team von Remotevent: Paula Weise, Alessa Fetzer, Julia Diehl und Sami Alaeddin (von linksoben nach rechts unten).
+
Das Team von Remotevent: Paula Weise, Alessa Fetzer, Julia Diehl und Sami Alaeddin (von linksoben nach rechts unten).

Digitales Frankfurt

Start-Up organisiert Firmenfeiern im Internet

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
    schließen

Start-Up organisiert Online-Firmenfeiern mit Spielen, Ansprachen und Team-Building. Das soll sozialen Kitt für die Belegschaft bringen - und die Ängste vor moderner Technik nehmen.

Das Homeoffice hat sich in der Pandemie etabliert. Aber so schön es auch ist, von zu Hause aus zu arbeiten: Etwas fehlt. „Der soziale Kitt“, sagt Alessa Fetzer, freiberufliche Projektmanagerin mit Büro in Offenbach. Die 30-Jährige vermisst das selbst: mit den Kollegen im Flur zu stehen und sich übers Wochenende zu unterhalten. Einen Kaffee miteinander zu trinken, sich über etwas anderes als die Arbeit auszutauschen. Eben die kleinen Begegnungen, die den Alltag aufhellen.

Mit ihren Kolleginnen und Kollegen organisiert Fetzer daher Teamevents im Videochat. Für das Gemeinschaftsgefühl. Das funktioniert so gut, dass ein Teil des Teams einfach mal ein Geschäftsmodell daraus gemacht hat. Teambuilding als Service. „Remotevent“ nennt sich das Start-up des Quartetts, Spektakel in den Weiten des Internets. Einige Last-minute-Weihnachtsfeiern hat Remotevent umgesetzt. Viele Unternehmen verschieben Feiern in den Januar. Vorstellbar sei auch ein Osterevent, sagt Fetzer.

Die Preise für die Webfete beginnen bei 1150 Euro. Je nach Wünschen und Möglichkeiten übernimmt Remotevent den technischen Part, die Moderation, bietet Spiele an, gestaltet Räume, mal als Discozimmer, mal als Bar. Oft beginnt die Feier mit einer Ansprache der Chefetage, danach bilden sich Grüppchen. Da kommen dann auch Kolleginnen und Kollegen zusammen, die sonst wenig miteinander zu tun haben – und entdecken Gemeinsamkeiten. Bei den Spielen handelt es sich etwa um Quizze, Montagsmaler oder Scharaden, Karaoke. Aktionen, die die Gäste auch körperlich in Bewegung bringen. „Man sitzt ja doch recht viel am Arbeitsplatz“, sagt Julia Diehl (39). Rückzugsmöglichkeiten finden sich ebenfalls, dorthin können sich Gäste verkrümeln, um sich zu unterhalten.

Das Start-up kann vorab Rezepte und Zutaten für Cocktails schicken, die sich die Gäste in besagter Bar mixen. Oder ein Snack-Paket. Auch Geschenke kommen per Post. Für die Versorgung arbeitet Remotevent mit lokalen Labels zusammen.

Dem Quartett geht es nicht nur um den sozialen Kitt. Die digitale Firmenfeier solle helfen, Menschen die Scheu vor modernen Kommunikationsmitteln zu nehmen, sagt Diehl. Was zunächst als beängstigendes Neuland wirken kann, sei ja keine „Rocket Science“, scherzt sie, also kein Hexenwerk. Diehl, Fetzer und ihre Mitstreiter Paula Weise und Sami Alaeddin arbeiten seit Jahren mit digitaler Kommunikation. Sie haben längst die Scheu abgelegt. Denn „wenn man coole Projekte macht“ sagt Fetzer, oder die Dinge einfach spielerisch angehe, nehme das die Angst. „Wir alle können die digitale Welt mitgestalten“, sagt Diehl. Niemand müsse sich überwältigen lassen, sondern „die Technik als ein Werkzeug begreifen“.

„Natürlich vermissen alle die normale Arbeitswelt“, sagt Fetzer. Doch auch nach der Pandemie werden Unternehmen verstärkt aufs Digitale setzen, vermutet sie. Mehr Menschen werden von zu Hause aus arbeiten. Und im Sinne der Nachhaltigkeit müsse man nicht immer alle für ein Meeting einfliegen.

www.remotevent.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare