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Autogrammstunde: Star-Geiger David Garrett bei der Ankunft vor der Paulskirche.
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Autogrammstunde: Star-Geiger David Garrett bei der Ankunft vor der Paulskirche.

David Garrett

Star-Geiger David Garrett erhält Musikpreis

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Der Star-Geiger David Garrett wird in der Paulskirche vor 750 geladenen Gästen mit dem Musikpreis geehrt. Seine Fans konnten die Tickets ausschließlich gewinnen.

„Moin, Moin“, sagt David Garrett, als er auf dem roten Teppich vor der Paulskirche erscheint. Der Star-Geiger trägt Pferdeschwanz, schwarze Jeans und lässige Boots, das weiße Hemd ist nicht ganz zugeknüpft. Seine Geige hat er auf dem Rücken in einem Alukoffer-Rucksack. Garrett kommt direkt aus New York. Der 36-Jährige ist am Freitagabend angereist, um den Frankfurter Musikpreis zu erhalten.

„Zum ersten Mal wird dieser Preis in der Paulskirche verliehen“, sagt Stadtrat Mike Josef (SPD), der Arm in Arm mit Garrett vor den Kameras posiert und ihm die Auszeichnung auch überreicht. Garrett gibt sich überrascht, dass sie mit 15 000 Euro dotiert ist. „Ich bin hier eben aufgeschlagen, nein, das wusste ich nicht“, sagt er. Das Geld sei nicht das, was ihn berührt. „Ich freue mich ein bisschen mehr über diesen Preis als über all die anderen, weil es nicht um mein Spiel geht, sondern mein persönliches Anliegen: die Vermittlung von Musik“, sagt er. Und führt die Hand in Richtung Herz. „Musik darf Spaß machen“, sagt er. Großer Applaus. Ein Fan hält ein Maskottchen hoch.

750 geladene Gäste sind gekommen. Tickets wurden ausschließlich verlost. Nina (35) aus Hameln hatte dieses Glück: „Das Gesamtpaket stimmt einfach bei David. Also das Geigenspiel und so“, sagt sie. „Seine Haare sind toll“ wirft die Security-Dame ein. Den Preis gab es allerdings für die Crossover-Projekte, mit denen der Geiger ungezählte Menschen an die klassische Musik heranführt und gleichzeitig die Neugier für klassische Musik mit seinen Kammermusikabenden und Orchesterkonzerten weckt. So begründete das Kuratorium die Ehrung.

Der 1980 in Aachen geborene Garrett hat mehr als 2,5 Millionen Tonträger verkauft. Als Zwölfjähriger hatte er seinen ersten Plattenvertrag. Mit 14 Jahren galt er als Wunderkind der Klassikwelt. Ein paar Jahre später fing er, an Brahms mit AC/DC zu vermischen und damit auch die popaffine Fangemeinde anzusprechen.

Das kam nicht bei allen Kritikern an. Die „Zeit“ verlieh ihm den Namen „Hasselhoff der Klassik“. Laudator Wolfram Goertz, Kulturredakteur der „Rheinischen Post“, sagt, Garrett habe es geschafft, Leute für Klassik zu begeistern, die „bislang dachten, dass Paganini eine Pasta-Soße sei.“ Zum Schluss greift der Star zur Geige. Mit Julien Quentin am Klavier spielt er die Sonate von César Franck. Das klingt so schön, dass viele vergessen, mit dem Handy mit zu filmen.

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