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Städtische Bühnen müssen wohl ausziehen

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Von: Florian Leclerc

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2021 läuft die Betriebserlaubnis für die Städtischen Bühnen aus.
2021 läuft die Betriebserlaubnis für die Städtischen Bühnen aus. © Peter Jülich

Die Betriebserlaubnis endet im Jahr 2021 - bis dahin ist weder eine Sanierung noch ein Neubau fertig. Die Bühnen werden also den Willy-Brandt-Platz verlassen müssen - zumindest vorübergehend.

Die Städtischen Bühnen müssen für einen gewissen Zeitraum den Standort am Willy-Brandt-Platz verlassen. Das war ein Ergebnis der Diskussion im Kulturausschuss des Römers am Montagabend. 2021 laufe die  Betriebserlaubnis aus, sagte Jörg Friedrich vom Hamburger Architekturbüro PFP, der die Machbarkeitsstudie erstellt hatte. Bis dahin lasse sich weder das Haus sanieren, noch ein Neubau errichten. Den „Aufschrei“ wegen der hohen Kosten habe er erwartet. „Sie haben ihr Haus sträflich vernachlässigt“, sagte er. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) kündigte eine „Gegenprüfung“ der Studie an.

Renate Wolter-Brandecker (SPD) fragte, ob es günstiger wäre, Oper und Schauspiel separat zu bauen. Friedrich verneinte das; die Technik müsste doppelt errichtet werden. Thomas Dürbeck (CDU) wollte wissen, ob sich die Kosten eines Neubaus verringern würden, wenn die Bruttogeschossfläche weniger als 100 000 Quadratmeter betragen würde, was Friedrich bejahte. Alexander Popp (Grüne) betonte, dass Frankfurt eine Oper und ein Schauspiel in der „Premium-Klasse“ habe. Die Diskussion, ob die Stadt sich das leisten wolle, müsse nun einsetzen.

Die Studie hatte drei Varianten untersucht: Die Sanierung, bei der das Schauspiel im Haus umzieht, dauert elf Jahre und kostet 868 Millionen Euro. Wenn das Schauspiel auszieht, kostet die Sanierung 848 Millionen Euro und dauert acht Jahre. Ein Neubau dauert sechs Jahre und kostet 888 Millionen Euro.

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