Städtische Bühnen

Linke sind gegen Standort Osthafen

  • Claus-Jürgen Göpfert
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Für die Linke in Frankfurt kommt der Osthafen als Standort für die Städtischen Bühnen nicht in Frage. Fraktionschef Kliehm erhofft sich stattdessen eine Aufwertung der Neuen Mainzer Straße.

Als „Affront“ gegen die Menschen in Frankfurt sehen die Linken im Römer die Pläne der CDU für Städtische Bühnen am Osthafen. Dies würde bedeuten, „das Herz der Stadt herauszureißen“ und es „in ein Industriegebiet zu verlagern“, urteilte Linken-Fraktionschef Martin Kliehm. Er reagierte auf das FR-Interview mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Jan Schneider, in dem dieser Wohnen am Bühnen-Standort Willy-Brandt-Platz vorgeschlagen hatte.

„Wahrscheinlich denkt er dabei an die triste Architektur der vertikalen Kanalgitter wie in den angrenzenden Eigentumswohnungen auf dem Degussa-Gelände“, sagte Kliehm. Zum Glück sei Schneider nur „der Verwalter“ der städtischen Liegenschaften und kein Stadtplaner. Der Linke kritisierte das Römer-Bündnis von CDU, SPD und Grünen dafür, dass es sich beim Thema Bühnen „in Schuldzuweisungen und Prüfaufträgen“ ergehe, statt zusammenzuarbeiten. Ein gemeinsamer politischer Wille sei nicht zu erkennen.

Kliehm forderte stattdessen „Visionen“ . Mit einer neuen Oper könne Lebensqualität mit mehr Grün in die Neue Mainzer Straße einziehen, die heute eine „graue Schlucht“ mit einer „überdimensionierten Rennstrecke“ für Autos sei. Es müsse möglich sein, diese neue Oper zu bauen, ohne dafür große alte Bäume in den grünen Wallanlagen zu fällen.

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