Die Städtischen Bühnen in Frankfurt.
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Die Städtischen Bühnen in Frankfurt.

Städtische Bühnen

Städtische Bühnen in Frankfurt: Denkmalschutz für CDU kein Argument

  • Claus-Jürgen Göpfert
    vonClaus-Jürgen Göpfert
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CDU-Parteichef in Frankfurt, Jan Schneider, sieht den Osthafen weiterhin als möglichen Standort für  die Städtischen Bühnen. Der mögliche Denkmalschutz des Wolkenfoyers sei dafür kein Hindernis.

Der mögliche Denkmalschutz für Teile der Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz beeindruckt die Frankfurter CDU nicht. Der Kreisvorsitzende der Union, Jan Schneider, forderte am Wochenende im Gespräch mit der FR, dennoch andere Baugrundstücke für neue Bühnen „ergebnisoffen“ zu prüfen. Dazu gehöre auch das städtische Areal Mayfarthstraße 14 am Osthafen, das die Stadt allerdings bis 2033 an den Baustoffhandel Raab-Karcher verpachtet hat.

Seit Monaten habe die städtische Stabsstelle für die Zukunft der Bühnen den Auftrag, die Eignung dieses Areals zu untersuchen. Dies geschehe jedoch nicht, beklagte Schneider. „Wir müssen mit den Pächtern vertieft reden, wir müssen hier endlich weiterkommen.“

Kritik an Kommunikation

Das Landesamt für Denkmalpflege hatte das Wolkenfoyer der heutigen Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz für denkmalwert erachtet. Schneider sieht darin kein Hindernis, das Bühnengrundstück nicht doch anderweitig zu nutzen. „Wenn das Wolkenfoyer tatsächlich unter Denkmalschutz gestellt wird, müssen wir das natürlich respektieren.“ Das Foyer könne aber problemlos in ein anderes Gebäude als die Bühnen integriert werden. Der Baudezernent nannte als Beispiel die Umwandlung des denkmalgeschützten Bundesrechnungshofes an der Berliner Straße. Dort habe man denkmalgeschützte Gebäudeteile in eine neue Bebauung mit Hotel und Wohnen integriert.

Das Wolkenfoyer umfasse nur einen kleinen Bruchteil der riesigen Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz. „Wir können unmöglich von so einem kleinen Gebäudeteil die Zukunft der gesamten Bühnen abhängig machen.“ Schneider beklagte die mangelnde Kommunikation der SPD-Dezernenten innerhalb der Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen beim Thema Bühnen. Das müsse sich ändern, sagte der CDU-Politiker.

Die Grünen begrüßten dagegen einen möglichen Denkmalschutz für das Wolkenfoyer. „Es muss uns gelingen, diesen Gebäudeteil in einen Neubau der Bühnen am Willy-Brandt-Platz zu integrieren“, sagte Grünen-Fraktionschef Sebastian Popp im Gespräch mit der FR. Die Grünen sähen sich in ihrer Ansicht bestätigt, dass der Willy-Brandt-Platz der ideale Standort für die Bühnen bleibe.

Auch Popp kritisierte allerdings, dass Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) die Koalitionspartner nicht über ihre Pläne für die Bühnen informiere. „Der Informationsfluss ist schwierig“, äußerte der Fraktionsvorsitzende.

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