Rote Zonen

Städte reagieren auf Probleme

Angesichts der Probleme mit E-Rollern wollen Städte die Regeln verschärfen – zum Beispiel mit Tabuzonen.

In der Hauptstadt Berlin sollen Verleihroller zunächst nicht mehr am Brandenburger Tor samt Pariser Platz und Holocaust-Mahnmal geparkt werden können. Im Bezirk Mitte ist das Abstellen auch in allen öffentlichen Grünflächen nicht mehr möglich. Für die Zukunft ist geplant, dass E-Tretroller in Berlin künftig nicht mehr auf dem Gehweg abgestellt werden – vielmehr sollen am Straßenrand eigens Flächen zum Abstellen von Leihfahrzeugen und auch privaten Rädern geschaffen werden.

Auch die Stadt Dresden will Tabuzonen für das Abstellen von E-Scootern schaffen. Rote Zonen sollen eine Verschandelung mit wild abgestellten Rollern vermeiden. Zu den Zonen gehören Touristenmagnete wie der Altmarkt oder der Schlossplatz.

In Köln hat die Stadt mit Anbietern wie Circ, Lime und Tier ein „Qualitätsagreement“ vereinbart. Darin sind auch Verbotszonen wie rund um den Kölner Dom und an Teilen der Rheinpromenade ausgewiesen. Das bedeutet, dass die Nutzer in der Zone zwar fahren können, den Leih-E-Tretroller dort jedoch nicht parken dürfen.

In München gebe es zwar Beschwerden über geparkte E-Tretroller – die Stadtverwaltung sieht derzeit aber kein großes Problem darin. Zusammen mit Leihanbietern hatte die Stadt eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung zu Regeln und Auflagen erarbeitet.

„Aktuell nicht als Problem“ sieht man die E-Tretroller in Hamburg – zumindest sagt das die Verkehrsbehörde. Mit den vier in Hamburg vertretenen Vermietern hat die Stadt rund 500 solcher Parkverbotszonen vereinbart, vor allem rund um die Gewässer und Grünanlagen.

In Frankfurt gibt es keine

Auflagen. Dafür fehle der rechtliche Rahmen, sagte Hans Preißl, Referent im Verkehrsdezernat. „Bundes- und Landesregierung sind aufgefordert, Regeln zu schaffen.“ (dpa)

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