Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Strom ist an den Energiebörsen ein teures Gut geworden.
+
Strom ist an den Energiebörsen ein teures Gut geworden.

Neu-Isenburg

Stadtwerke Neu-Isenburg haben immer mehr Kunden von Billiganbietern

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
    schließen

Immer mehr Energie-Billiganbieter kündigen ihren Kunden die Verträge. Sie landen dann bei den gesetzlichen Grundversorgern – wie den Stadtwerken Neu-Isenburg.

Erst am Dienstag ist es wieder passiert: Ein deutschlandweiter Strom-Discounter hat plötzlich aufgegeben. Die Kunden rutschen automatisch in die Belieferung des örtlichen Grundversorgers. In Neu-Isenburg sind das die Stadtwerke, die jetzt 260 Kunden dieses Billiganbieters mit Strom beliefern, wie Geschäftsführer Kirk Reineke gestern berichtete. Er kündigte an, dass sein Unternehmen die Strompreise trotz der Preissprünge auf dem Energiemarkt stabil halten werde.

Es sei erschreckend, mit welcher Dynamik die Strompreise aktuell steigen, sagte Reineke. Innerhalb eines Jahres habe sich der Preis an der Stromhandelsbörse verfünffacht. Die Strategie der Stadtwerke habe aber Früchte getragen. „Wir haben eine Einkaufsgemeinschaft mit Dreieich und Langen“, sagte Hans-Ulrich Kimpel, Leiter Vertrieb. Außerdem kaufe man den Strom nicht auf einmal ein, sondern beginne strukturiert schon drei Jahre im Voraus, für den prognostizierten Strombedarf der Kunden Teilmengen zu ordern.

Die Einkaufspreise für Strom steigen 2022 zwar an, genauso wie die Kosten für die Nutzung des Stromnetzes, aber gleichzeitig wird bundesweit die EEG-Umlage gesenkt. Damit sei bei den Stadtwerken nach dem Jahreswechsel kein Strompreisanstieg geplant, so Kimpel – sofern der Gesetzgeber nicht unerwartet mit Steuern und Abgaben an der Preisschraube drehe.

Beim Gas stehen die Stadtwerke ebenfalls gesetzlich dafür ein, dass Gas weiter fließt, wenn Billigversorger insolvent sind. Anfang Dezember stellte die bundesweit agierende Versorgungsgesellschaft Gas.de ihre Lieferungen ein – mit der Folge, dass die Neu-Isenburger Stadtwerke 111 Kunden dazubekamen.

Innerhalb eines Jahres habe sich der Gaspreis versiebenfacht, so Kimpel. Die Gründe dafür seien vielschichtig – unter anderem der russisch-ukrainische Konflikt, sowie der lange letzte Winter in Europa, der die Gasspeicher leer machte. Es sei nicht gelungen, die Speicher über den Sommer wieder voll zu machen, sie seien jetzt zu 60 Prozent gefüllt. Außerdem sei das Jahr wind- und sonnenarm gewesen.

Für Kunden, die zum 1. Januar 2021 in einen Grundversorgungsvertrag mit den Stadtwerken eingetreten sind, steigt der Arbeitspreis um rund 40 Prozent, für Kunden mit Zweijahresverträgen bleibt er konstant.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare